Neuss: Dribbeln am Stadtwald

Neuss: Dribbeln am Stadtwald

Neuss Es ist ein eher unscheinbarer Titel: "Sport und Gesundheit", den die Neusser CDU im Februar als ein Ergebnis ihrer Klausurtagung vorlegte. Inhalt: Zum einen die geplante Neustrukturierung des Jahnstadions (Wohnbebauung, TG-Zentrum), zum anderen die Schwerpunktbildung Leichtathletik auf der Ludwig-Wolker-Anlage und Fußball aus der Bezirkssportanlage Stadtwald. Bisheriges Ergebnis: Zündstoff pur! Es sind Anwohner im Stadionviertel, die ihren Protest öffentlich formulierten und längst nicht alle Fußballer unterstützen die Fußball-Pläne der CDU - trotz der Aussicht auf schöne neue Kunstrasenplätze.

Neuss Es ist ein eher unscheinbarer Titel: "Sport und Gesundheit", den die Neusser CDU im Februar als ein Ergebnis ihrer Klausurtagung vorlegte. Inhalt: Zum einen die geplante Neustrukturierung des Jahnstadions (Wohnbebauung, TG-Zentrum), zum anderen die Schwerpunktbildung Leichtathletik auf der Ludwig-Wolker-Anlage und Fußball aus der Bezirkssportanlage Stadtwald. Bisheriges Ergebnis: Zündstoff pur! Es sind Anwohner im Stadionviertel, die ihren Protest öffentlich formulierten und längst nicht alle Fußballer unterstützen die Fußball-Pläne der CDU - trotz der Aussicht auf schöne neue Kunstrasenplätze.

Nach den Vorstellung der christdemokratischen Mehrheitsfraktion sollen die Gesamtplanung unter anderem durch die Erträge aus der bereits beschlossenen Aufgabe und Vermarktung der Hammer Landstraße sowie der Vermarktung des bisherigen Standortes der TG Neuss an der Schorlemer Straße erfolgen. Auf der Sportanlage am Stadtwald sind zurzeit zwei Fußball-Vereine beheimatet: Der Polizei-Sportverein (PSV) Neuss und die SVG Weißenberg.

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Letztere kann die weitere Entwicklung entspannt verfolgen, weil sie ohnehin nur ein zeitlich befristetes Gastspiel dort gibt. Im Haushalt sind für die Jahre 2009/10 Ausgaben angesetzt, mit denen die SVG einen neuen Kunstrasenplatz erhalten wird. Dann wird der Klub mit seinen sechs Mannschaften (darunter Damen- und Mädchenteams) den Stadtwald verlassen. Nach dem Umzug der Weißenberger wird der Traditionsklub VfR Neuss, der zurzeit drei Senioren- und zwei Jugendmannschaften für den Spielbetrieb gemeldet hat, seine Heimstätte an der Hammer Landstraße aufgeben und an den Konrad-Adenauer-Ring wechseln. Das ist längst beschlossene Sache.

Neu ist, dass zum PSV und VfR drei weitere Klubs kommen soll, die zurzeit noch im Jahnstadion spielen: DJK Novesia (drei Senioren-/elf Jugendmannschaften), FSV Vatan (eine Senioren-/zwei Jugendmannschaften) und FSG Theo (ein Seniorenteam). Vor allem im Nachwuchsbereich der DJK Novesia rumort es kräftig, der engagierte Jugendleiter Herbert Schloen kämpft dafür, dass die Nachwuchskicker aufgrund der weiteren Wege im Jahnstadion bleiben können. Bürgermeister Herbert Napp hat in der vergangenen Woche ein neues Modell für das Jahnstadion vorgelegt. Das beinhaltet weiterhin den Umzug der Fußballer zum Stadtwald.

(NGZ)
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