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Neuss: Die Volkshochschule packt ein

Neuss : Die Volkshochschule packt ein

Die ersten Kisten stapeln sich schon auf dem Gang: In knapp zwei Wochen zieht die VHS ins Romaneum. Innerhalb von drei Tagen soll der Umzug über die Bühne gehen. Für die Mitarbeiter heißt das: ordnen, packen, aussortieren.

Bisher sieht in der Volkshochschule noch alles aus wie immer — wären da nicht die vielen Kartons, die auf dem Gang Tag für Tag in die Höhe wachsen. In knapp zwei Wochen beginnt der große Umzug ins Romaneum. Damit der nicht gleichzeitig in ein großes Chaos ausartet, packen die 13 Mitarbeiter der VHS schon jetzt.

"So ein Umzug ist anstrengend, aber auch eine Gelegenheit, mal wieder auszuräumen", sagt VHS-Leiter Gerhard Heide. Seit einer Woche sortiert er das Archiv aus, vernichtet alte Akten und ordnet Dokumente. In den Schränken der Seminarräume liegen noch Bücher und Hefte, Bälle und Gymnastikmatten aus den Sportkursen müssen in die Kisten.

Den Transport übernimmt eine Spedition — einpacken und beschriften müssen die Mitarbeiter allerdings alles selbst. "Jeder flucht so ein bisschen", sagt Gerhard Heide und lacht, "aber jeder weiß auch: Es ist auch ein Aufbruch ins Neue." Von Wehmut, den alten Standort an der Hafenstraße zu verlassen, keine Spur. Stattdessen freuen sich die Mitarbeiter auf die großen, hellen Unterrichtsräume im Romaneum und ihre neuen Büros, die alle auf einer Etage liegen. "Es ist alles viel näher, und die Räume sind viel besser ausgestattet", sagt der VHS-Leiter. Bisher mussten beispielsweise Laptops und Beamer für jeden Kurs neu aufgebaut werden, jetzt sind sie fest installiert.

Die Volkshochschule ist die erste der drei Einrichtungen, die im Romaneum einzieht. Nach den Weihnachtsfeiertagen kommt die Fernuniversität nach, im neuen Jahr dann auch die Musikschule. Der Zeitplan ist straff: Vom 19. bis zum Abend des 21. Dezember müssen die Kisten von den alten Standorten in der Hafenstraße und der Krefelder Straße im Romaneum gebracht und dort auch wieder ausgepackt werden.

Kursteilnehmer und Dozenten hat Gerhard Heide jetzt schon vorgewarnt: Leicht wird es wohl nicht, in den Umzugstagen jemanden zu erreichen. "Im Neubau muss ja auch die Technik installiert werden — Telefone, Computer, Fax. Im besten Fall stöpselt man alles ein und es funktioniert, aber man weiß ja nie", sagt er. Geht nichts schief, so können er und seine Mitarbeiter auf ein paar ruhige Weihnachtsfeiertage freue: "Das ist ein großer Vorteil."

Die insgesamt 250 Dozenten werden von all dem Umzugstrubel nichts bemerken. Einige halten während des Umzugs noch ihre Seminare, meist Sportkurse, die ohnehin in der Turnhalle stattfinden. Bei einer Ortsbegehung haben die meisten ihre künftige Arbeitstätte schon kennengelernt. Am 9. Januar beginnt der Unterricht dann offiziell wieder — genügend Zeit für alle , das kommende Semester vorzubereiten und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

(NGZ)