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30.000 Zuschauer verfolgten begeistert die Tour: Die „Tour“ - ein Radsport-Fest

30.000 Zuschauer verfolgten begeistert die Tour : Die „Tour“ - ein Radsport-Fest

Von Carina Wernig Strahlender Sonnenschein, rund 30.000 Zuschauer und vor allem Weltklasse-Radsportler zum Anfassen machten aus der dritten Auflage der "Tour de Neuss" ein sportliches und gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges.

Von Carina Wernig Strahlender Sonnenschein, rund 30.000 Zuschauer und vor allem Weltklasse-Radsportler zum Anfassen machten aus der dritten Auflage der "Tour de Neuss" ein sportliches und gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges.

Freundlich lächelnd beugt er sich zu einem kleinen Kind hinunter, strahlt in die Kamera des fotografierenden Vaters und schreibt immer wieder geduldig seinen Namen auf Programmhefte, Autogrammkarten, T-Shirts und Mützen: Marcel Wüst, als Moderator zum ersten Mal bei der "Tour de Neuss" dabei, ist ein "Star zum Anfassen".

Doch nicht nur der Ex-Radprofi und heutige ARD-Radsport-Experte ("Die Tour de Neuss ist perfekt organisiert und trotzdem familiär.") zeigte sich am Mittwoch an der Kaiser-Friedrich-Straße "volksnah": Auch Erik Zabel, Jens Voigt, Rolf Aldag, Olaf Pollack und Patrik Sinkewitz gaben, stets dicht umlagert, gern Autogramme.

Außerdem fuhr Erik Zabel wie im Vorjahr zwei Runden mit Kindern - unter ihnen Gewinner des Mal-Wettbewerbs der NGZ und des ausrichtenden Neusser Radfahrervereins (NRV). Wer am Mittwoch Nachmittag in Neuss unterwegs war, dem begegneten überall Radsportler, die sich warm fuhren. Kein Wunder, schließlich lockte der NRV mit der dritten Auflage der "Tour de Neuss" jede Menge schnelle Fahrer in die Innenstadt.

Die rund 30.000 Zuschauer dankten es den Organisatoren um den Vorsitzenden Friedhelm Hamacher mit großer Resonanz - an der Strecke waren Vierer-Reihen keine Seltenheit - und guter Laune. Die "Tour de Neuss" war mehr als ein Radrennen - ein sportliches und gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges. Denn neben dem Wettkampf auf den Straßen, zu dem außer dem umjubelten Elite-Rennen, das Jens Voigt gewann, noch ein Schüler- und ein Jugend-Rennen gehörte, gab es eine Open-Air-Party.

Und so ließen sich die Neusser Getränke und Speisen schmecken - und nutzten die Biergarten-Atmosphäre bei strahlendem Sonnenschein zum Gedankenaustausch mit Blick auf Sport-Stars. Diese gaben, interviewt von Marcel Wüst - mit NGZ-Sportchef Volker Koch an seiner Seite - launige Kommentare ab, wie Andreas Beikirch vor dem Start: "Als Neusser bleibt mir nichts anderes übrig, als zu gewinnen."

Doch Jens Voigt war dann doch zu schnell für ihn. "Die anstrengende Arbeit des Organisations-Teams hat sich wieder einmal gelohnt", zog Friedhelm Hamacher eine positive Bilanz. Auch Schirmherr Bürgermeister Herbert Napp war begeistert von der "Tour de Neuss" und erinnerte daran, dass in Neuss eine dritte Auflage bereits Brauchtum sei - mit der Verpflichtung, die Veranstaltung fortzuführen. Das meint auch Ex-Schützenkönig Josef Brinker, der sich wünscht, dass "diese einmalige Tour noch in 100 Jahren läuft - ich bin stolz auf die Organisatoren."

Dem schließt sich der Vertreter des Winterbrauchtums, der amtierende Karnevalsprinz Andreas Radowski, an: "Dieses tolle Rennen gefällt mir als Radsport-Fan sehr gut." Stiftung-Sport-Vorsitzender Karl Bongers staunte beim Anblick der vorbeirasenden Stars über das "Wahnsinns-Tempo": "Was für ein Erlebnis!" Begeistert äußerte sich auch Hermann Gröhe MdB, der das "Fest für die Stadt" als Anwohner besonders genoss: "Eine rundum tolle Veranstaltung, mit großer Professionalität bei ehrenamtlichem Engagement."

(NGZ)