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Neuss: Die Brücke mit "neuer" Schule

Neuss : Die Brücke mit "neuer" Schule

Heute wird die komplett sanierte Gemeinschaftsgrundschule am Weißenberger Weg eingeweiht. Die Fassade ist ebenso neu wie die energetische Dämmung des kompletten Gebäudes. Gesamtkosten: 3,2 Millionen Euro.

Für die Schulgemeinde der Gemeinschaftsgrundschule "Die Brücke" ist heute ein besonderer Tag: Am Mittag wird das mit großem Aufwand sanierte Schulgebäude eingeweiht. Wie schön es geworden ist, wissen die 362 Schüler, ihre Eltern sowie das Lehrerkollegium längst, denn offiziell ist die Maßnahme, der sich noch Restarbeiten anschlossen, schon seit den Weihnachtsferien des vergangenen Jahres beendet. "Wir hatten dann noch so viel mit der Qualitätsanalyse zu tun", sagt Rektorin Sylvia Decker, "so dass wir erst jetzt dazu kommen, in Ruhe feiern zu können". In die Schule sind jetzt binnen zwei Jahren fast 4,5 Millionen Euro geflossen.

Für Schuldezernentin Christiane Zangs ist das bald 50 Jahre alte Schulgebäude zu einem "Schmuckstück" geworden. Es ist das Ergebnis, das hat Rektorin Decker über die langen Monate der Bautätigkeit hautnah erfahren können, einer "ausgesprochen guten Zusammenarbeit aller Beteiligten". Wie schwierig die Abläufe im Einzelnen waren, wissen Andrea Schiefke, Abteilungsleiterin Bautechnik im Gebäudemanagement der Stadt, und Bauleiterin Uta Fronzke: "Es musste bei laufendem Schulbetrieb gearbeitet werden. Es ging nur Flur für Flur." In dieser Zeit wurden eine Reihe von Klassen entweder in die bereits vorhandenen Pavillons ausgelagert oder zogen sogar in Räume der benachbarten Ganztagshauptschule um. Decker: "Ziel war es, dass jeder Schüler nur zweimal umziehen musste: einmal raus aus seinem angestammten Klassenzimmer ins Provisorium, und einmal zurück in den schmucken neuen Klassenraum."

Die Arbeitsaufträge waren vom Gebäudemanagement zu erledigen: Sanierung und Neugestaltung der Fassade, Brandschutz und energetische Komplett-Dämmung der Schule. Damit gehört "Die Brücke" zu den wenigen Neusser Schulen mit einem derart hohen Standard in Sachen energetische Sanierung. Sichtbar ist das Wärmeverbundsystem nicht, da es hinter einer modernen Fassade verborgen ist, die nicht mehr an das triste Mosaikgestein der 1960er-Jahre erinnert. Farblich wurde das sanfte Rot vom Neubau der Offenen Ganztagsschule übernommen; am Schulgebäude dominiert aber das zurückhaltendere Grau. Pfiffig ist die Idee der Architekten, in die Fassade eine Art "Boxen" einzuarbeiten, die bis in den Abend beleuchtet sind und Arbeiten der Schüler zeigen. Die Gesamtkosten für das sanierte Schulgebäude betragen 3,24 Millionen Euro. Davon kommen 1,6 Millionen Euro für die energetische Sanierung aus Finanzmitteln des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung.

(NGZ)