Die Basalt AG der Neusser Werhahn-Gruppe digitalisiert den Straßenbau

Neues Zeitalter in der Baustoffbranche : Werhahn KG digitalisiert den Straßenbau

Die Basalt AG, ein Unternehmen des Neusser Familienkonzerns, leistet Pionierarbeit mit „Baustelle 4.0“

Der Polier, der die Autobahn-Baustelle verantwortet, sieht auf seinem Smartphone, dass der mit Asphalt beladene Lkw das Mischwerk verlassen hat; das Werk registriert im Umkehrschluss, wenn sich das leere Fahrzeug auf den Rückweg macht. Diese Sollbruchstelle in der Kommunikation glättet nun eine neue „Polier“-App, die von der zur Neusser Werhahn-Gruppe gehörenden Basalt AG (Linz) vorgestellt wird. Ein Grundprinzip, bei Kurierdiensten genutzt, erreicht den Straßenbau. Diese Pioniertat lässt Basalt nach eigener Einschätzung zum „First Mover in der Baustoffbranche mit der Baustelle 4.0“ werden.

Der Technologieschritt, den Basalt aktuell geht, dokumentiert, wie konsequent das Neusser Familienunternehmen Werhahn die digitale Transformation angeht – in allen drei Geschäftsbereichen. Neben Konsumgütern und Finanzdienstleistungen sind Baustoffe mit der Basalt AG vergleichsweise alte Schule. Steine gelten gemeinhin nicht als sexy. Gleichwohl sind die Baustoffe (1,45 Milliarden Euro) der umsatzstärkste Bereich des mehr als 175 Jahre alten Neusser Mischkonzerns; vor Finanzen (1,3 Milliarden) und Konsumgütern (751 Millionen).

Welche hohe Bedeutung die digitale Transformation im Haus Werhahn genießt, belegt auch die Berufung von Alexander Boldyreff. Der langjährige Vorstandschef der zur DZ-Gruppe gehörenden Nürnberger Teambank (Ratenkredite „Easy Credit“) übernahm als dritter Holding-Vorstand in der Werhahn-Zentrale an der Königstraße zum 1. Mai die Bereiche IT und Finanzdienstleistungen, zu denen die Marken abcfinance (Leasing- und Factoringanbieter), der Kfz-Finanzierer Bank11 sowie das Startup Yareto gehören – Bank11 und Yareto mit Sitz an der Hammer Landstraße in Neuss.

Auf ihrem Weg zum digitalen Asphaltstraßenbau führte die Basalt AG nach eigenen Angaben Gespräche mit rund 60 Kunden, um deren Probleme und Wünsche zu erfahren. Neben zeitintensiver Bestellung via Telefon und manueller Prüfung von Lieferscheinen und Rechnungen werde als „größter Zeitfresser“ der unübersichtliche Ablauf auf den Baustellen genannt. Basalt versucht nun im ersten Schritt zwei digitale Antworten: die „Polier“-App sowie ein Kundenportal, über das Bestellungen und kaufmännische Prozesse online abgewickelt werden. Etwas Vergleichbares, so ein Basalt-Sprecher stolz, „gibt es derzeit in der Natursteinbranche nicht.“