Der Radwegbau an der Kölner Straße in Neuss beginnt im Brückensanierung

Reaktionen auf den Bürgermonitor Neuss: Radwegbau an der Kölner Straße beginnt mit Brücke

Auf dem ehemaligen Straßenbahndamm neben der Kölner Straße wird ein Fuß- und Radweg entstehen. Mit dieser Nachricht reagiert Gisela Hohlmann (SPD), Stadtverordnete aus Gnadental, auf die Kritik von NGZ-Leser Klaus Badort.

Der ist oft mit dem Rad zwischen Grimlinghausen und Gnadental unterwegs und hatte den schlechten Zustand des vorhandenen Radweges an der Landesstraße 137 moniert – den es zudem nur auf einer, nämlich der dem Rhein abgewandten, Seite gibt. „Noch ein Märchen“ hatte er die auch von Bürgermeister Reiner Breuer getroffene Aussage über eine baldige Besserung der Situation kommentiert.

Die Ungeduld des passionierten Radfahrers ist nachvollziehbar. Denn der Radwegbau auf dem seit einem halben Jahrhundert verwaisten Straßenbahndamm und die damit verbundene Schließung einer 800 Meter breiten Radweglücke zwischen Kasterstraße und Nixhütter Weg stand schon in den Unterlagen, mit denen sich die Stadt 2015 um Anerkennung als fahrradfreundliche Kommune beworben hat. Den Titel trägt sie längst, vom Radweg fehlt bislang jede Spur.

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Hinter den Kulissen ist aber seit 2015 jede Menge passiert, berichtet Ingeborg Arndt (Grüne) Sie brachte schon im vergangenen März aus dem Verkehrsausschuss des Regionalrates die Nachricht mit, dass Neuss aus dem Förderprogramm Nahmobilität des Landes 814.200 Euro als Zuschuss für den reinen Radwegebau erhält. Ihre Hoffnung, dass die Maßnahme noch im gleichen Jahr angegangen wird, erfüllte sich aber nicht. Immerhin: Seitdem hat auch der Kreis dem Radweg durch das Landschaftsschutzgebiet zugestimmt. Erster Schritt beim Bau soll nach wie vor die Sanierung der alten Straßenbahnbrücke über die Erft sein. Diese Arbeit, die alleine 900.000 Euro der auf drei Millionen Euro taxierten Bausumme ausmacht, wurde schon ausgeschrieben.

Hohlmann freut der (langsame) Fortgang: „Ein weiterer Schritt zur fahrradfreundlichen Stadt.“

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