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Neuss: Der Italiener und seine 13 Pastavariationen

Neuss : Der Italiener und seine 13 Pastavariationen

Im Herzen der Deutschen haben sich die Nudeln längst einen festen Platz erobert. Pasta gibt es in allen Formen und Farben.

Pasta heißt auf Deutsch Teig. Pünktlich zum neuen Jahr 2013 gewährt Fedele Martorana, Inhaber der Trattoria La Bruschetta Due, einen Blick in seine Küche und stellt seine Pastavariationen vor — genau 13 hat er im Angebot. "Meine Lieblings-Pasta ist die mit Scampis und Gambas", sagt der 43-jährige Sizilianer, der sein Restaurant an der Bataverstraße vor vier Jahren eröffnet hat.

Echte Pastaliebhaber wissen, dass man Pasta jeden Tag des Jahres essen kann, ohne zweimal das gleiche auf dem Teller zu haben. Es gibt Hunderte verschiedene Pasta-Sorten — kurz und lang, rund oder flach, gefüllt oder bunt. Jede Pastasorte verlangt nach einer anderen Sauce. Zu kurzen Röhrennudeln passen dickere Saucen mit Fleisch oder Gemüse.

"Bei den Italienern stehen Pasta und Sauce immer in einem ausgewogenen Verhältnis. Und noch etwas: Wer essen will, wie ein Italiener, sollte Löffel und Messer in der Schublade lassen", sagt Martorana. "Die Pasta kommt in einer Schüssel auf den Tisch, jeder bedient sich selbst und isst nur mit der Gabel", erklärt er die Gepflogenheiten seiner Landsleute.

Schon als Kind kam täglich Pasta auf den Tisch und das ist auch heute noch so, denn, sagt Martorana: "Ohne Pasta kann man nicht leben. Wenn wir an einem Tag mal keine Pasta gegessen haben, müssen wir sie spätestens am nächsten Tag wieder essen."

Und in der Trattoria gibt es Pasta für jeden Geschmack: Tagliolini Bruschetta, nach Art des Hauses, werden mit Filetspitzen, Curry, Shrimps und Sahnesauce serviert. Nidi Gambas, Bandnudeln mit Gambas, Zwiebeln und Knoblauch in Tomatensauce; Spaghetti Aglio & Olio mit Knoblauch und Peperoncino in Olivenöl; Spaghetti Bressola mit Pfifferlingen, Ruccola, Knoblauch, luftgetrocknetem Rinderfleisch und Sahne oder Pennette Arrabiata mit Tomatensauce, Basilikum und scharfen Peperoncini stehen ebenso auf der abwechslungsreichen Speisekarte wie Penne Verdura mit Gemüse, Tomatensauce und Mozarella, Pennette alla Wodka mit dem namensgebenden Wodka, Speck und Sahnesauce; Tagliatelle Porcini mit Steinpilzen, Knoblauch und Zwiebeln in Sahnesauce oder der Variante mit Filetspitzen und Pfifferlingen in Trüffelcreme. Und Panzerotti Spinaci, mit Spinat gefüllte Nudeltaschen in Parmesan-Sahnesauce und Tagliolini al Salmone mit Lachs in Cognac-Sahnesauce runden das kulinarisch-italienische Angebot ab.

Auf der Tafel präsentiert Fedele Martorana die jeweiligen Spezialitäten der Saison — beliebt sind die Tagliolini Trüffel und die Tagliatelle mit Zucchini und Gamberetti, sagt der Sizilianer. "Im Italienischen gibt es ein Sprichwort: ,Die Pasta wartet nicht auf die Gäste, die Gäste warten auf die Pasta'", erklärt Martorana. Das bedeutet: Wenn die Nudeln ins Wasser kommen, muss alles andere fertig sein. Die Familie oder die Gäste haben am Tisch Platz genommen und die Getränke sind verteilt, die Teller sind vorgewärmt, das Sieb steht in der Spüle und die Sauce wartet auf die Nudeln. Die sollten "al dente", also bissfest sein, wenn sie serviert werden. So schmeckt die Pasta am besten.

(NGZ/rl)