Neuss: Der Ganztag kommt

Neuss : Der Ganztag kommt

Neuss Noch gräbt der große, orangefarbene Bagger die Muttererde weg, die der Radlader dann anschließend auf einen großen Haufen fährt. "In der nächsten Woche wollen wir mit den Ausschachtungen beginnen, bevor die Bodenplatte gegossen wird und die Außen- und Innenwände gemauert werden. In drei Monaten soll der Rohbau schließlich stehen", sagt Martin Rühlemann.

Neuss Noch gräbt der große, orangefarbene Bagger die Muttererde weg, die der Radlader dann anschließend auf einen großen Haufen fährt. "In der nächsten Woche wollen wir mit den Ausschachtungen beginnen, bevor die Bodenplatte gegossen wird und die Außen- und Innenwände gemauert werden. In drei Monaten soll der Rohbau schließlich stehen", sagt Martin Rühlemann.

Martin Rühlemann ist der Bauleiter des Neubaus der St.-Andreas-Grundschule in Norf, die bis 2009 im Rahmen des Offenen Ganztages - kurz: OGS - erweitert und saniert wird. Mit den Arbeiten an der St.-Andreas-Schule, Norfer Schulstraße, sind auch Umbau- und Sanierung an der Leoschule, Am Kivitzbusch, und an der Martinusschule in Holzheim gestartet. Die Fertigstellung erfolgt ebenfalls im Jahr 2009. Insgesamt werden für die drei Neuser Grundschulen 11,5 Millionen Euro von der Stadt ausgegeben, wovon das Land Nordrhein-Westfalen 1,38 Millionen Euro bezuschusst.

Eine stolze Summe, die laut Katharina Krosch. Architektin und Leiterin der Neubauabteilung beim Gebäudemanagement Neuss, nicht durch die Neubauten zustande kommt, sondern vor allem durch die Sanierungen bei den drei Schulstandorten. "Allein die Kosten für die Grundleitungen betragen über 200 000 Euro. Aber wenn wir etwas anpacken, dann auch richtig", so Krosch. Im Detail bedeutet dies:

l Die St.-Andreas-Schule in Norf wird für 4,1 Millionen Euro erweitert, umgebaut und saniert. Es werden Brandschutzmaßnahmen umgesetzt und die Offene Ganztagsschule eingerichtet. Die Kosten für den dreigeschossigen Neubau, der an das alte Schulgebäude aus den 60er Jahren angesetzt wird, belaufen sich auf etwa 820 000 Euro.

"In der Erweiterung, die bis zum Sommer 2008 fertiggestellt werden soll, entstehen drei neue Klassen, die zuvor im östlichen Gebäude der Schule untergebracht waren. Dieses Gebäude wird dann - im zweiten Bauabschnitt - zur OGS umgebaut", erklärt Krosch. Schuldezernentin Dr. Christiane Zangs ergänzt: "Es ist pädagogisch sinnvoll die OGS in einem seperaten Gebäude anzusiedeln. So haben die Schüler eine klare Trennung zwischen Schule und Betreuung." Im Frühjahr 2009 werden dann die Verwaltungs-, die Mehrzweck- und Werkräume sowie die Aula der Schule saniert.

l Die Leoschule wird mit einer Gesamtinvestition von 2,7 Millionen Euro instand gesetzt. Davon entfallen rund 850 000 Euro auf den zweigeschossigen Neubau in dem die Offene Ganztagsschule untergebracht wird und etwa 1,85 Millionen Euro auf die Sanierung des Altbaus aus dem Jahre 1960. Der bisher durch die OGS genutzte Pavillon auf dem Schulhof wird - sobald der Neubau fertig ist -im Sommer 2008 abgerissen.

l Die Martinus-Schule wird mit einem Aufwand von 4,7 Millionen Euro umgebaut, wobei 2,17 Millionen Euro auf die Sanierung und 2,53 Millionen Euro auf die zwei neuen Gebäudeteile kommen. Diese zweigeschossigen Bauten werden untereinander und mit dem bestehenden Schulgebäude durch eingeschossige Gänge verbunden.

Dadurch erhält die Schule auch einen großen Raum für Lehr- und Schulveranstaltungen. "Im Erdgeschoss des ersten Baukörpers entstehen zwei Mehrzweckräume, die durch Trennwände zu einem großen Raum geöffnet werden können. Dies hat der Schule noch gefehlt. Und im zweiten Baukörper kommt die OGS rein", so Krosch.

Am Dienstag in der NGZ: Porträt Martin Rühlemann

(NGZ)