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Rhein-Kreis Neuss: Das Unternehmen hinter dem royalen Babyfon

Rhein-Kreis Neuss : Das Unternehmen hinter dem royalen Babyfon

Es war ein Marketing-Coup, von dem wohl viele Unternehmen träumen: Vor drei Wochen überraschte das Neusser Unternehmen Audioline mit der Meldung, dass es das Babyfon für das zurzeit wohl berühmteste Baby der Welt hergestellt hat. Ihr Produkt wacht über den Schlaf von Prinz George, des Dritten in der Thronfolge Großbritanniens, dem ersten Kind von Prinz William und seiner Frau Kate, dem Urenkel von Königin Elizabeth II. "Watch & Care V120" heißt der Apparat, der über so ziemlich alles verfügt, was derzeit in ein modernes Babyfon eingebaut werden kann: Farbbildübertragung mit Nachtsichtkamera und Zoomfunktion, Gegensprechanlage, Temperaturanzeige, geräuschaktivierte Übertragung und Vibrationsalarm am Elternteil. Außerdem wiegen fünf Schlaflieder den Prinzen in die Nacht.

Es war ein Marketing-Coup, von dem wohl viele Unternehmen träumen: Vor drei Wochen überraschte das Neusser Unternehmen Audioline mit der Meldung, dass es das Babyfon für das zurzeit wohl berühmteste Baby der Welt hergestellt hat. Ihr Produkt wacht über den Schlaf von Prinz George, des Dritten in der Thronfolge Großbritanniens, dem ersten Kind von Prinz William und seiner Frau Kate, dem Urenkel von Königin Elizabeth II. "Watch & Care V120" heißt der Apparat, der über so ziemlich alles verfügt, was derzeit in ein modernes Babyfon eingebaut werden kann: Farbbildübertragung mit Nachtsichtkamera und Zoomfunktion, Gegensprechanlage, Temperaturanzeige, geräuschaktivierte Übertragung und Vibrationsalarm am Elternteil. Außerdem wiegen fünf Schlaflieder den Prinzen in die Nacht.

"Die nächste Weiterentwicklung wäre eine Übertragung auf das Smartphone", sagt Elmar Kochanneck, kaufmännischer Leiter bei Audioline. Als Vater zweier kleiner Kinder gehörte er zu den ersten Testern des Geräts. Und so etwas wie eine "Baby-App" schwebt den Entwicklern im Unternehmen bereits als nächstes Projekt vor. Die royalen Eltern hatten nach der Geburt ihres Sohns angekündigt, in den ersten Wochen auf ein Kindermädchen zu verzichten. Dafür bekamen sie von der Wohltätigkeitsorganisation "Action on Hearing Loss" (Aktion für Hörverlust) das Babyfon als Geschenk. Überbracht hat es ihr Schirmherr, Prinz Andrew, der Großonkel von Prinz George. Die Organisation gehört zu den größten Kunden des Neusser Unternehmens, dessen Ursprung in Großbritannien liegt.

Hervorgegangen ist es aus einer Unternehmensgruppe, die zu Zeiten des Postmonopols Telefone vertrieb. Seit 1991 ist Audioline am deutschen Markt vertreten. Viele Jahre galt die Firma bei Telefonen als preiswerte Alternative zu den Markenprodukten, ehe man sich spezielle Nischen suchte. Neben Babys sind vor allem Schwerhörige und Senioren ihre heutige Zielgruppe. Das "Watch & Care V120" eignet sich mit seiner Ausstattung auch für bettlägerige Menschen. Es lassen sich auch mehrere Kameras anschließen, so dass jeder Winkel eines Zimmers beobachtet werden könnte, etwa bei der Kontrolle von Demenzpatienten.

Mit der 2008 ins Leben gerufenen Marke "amplicomms" entwickelt das Unternehmen Produkte speziell für hör- und sehgeschwächte Menschen. Ein Telefon mit großen Tasten ist dabei die einfachste Variante. Vom Klingeltonverstärker mit Blitzlicht reicht die Entwicklung bis zum hörgerätekompatiblen Telefon, damit es im Ohr nicht pfeift. Wecker, Notrufschieber, Hinfallsensoren und Fernsehkopfhörer, die das Tonsignal auch direkt auf das Hörgerät übertragen können, gehören ebenso zum Produktportfolio.

In Zukunft wird sich auch der Markt mit Handys und Smartphones für Senioren verstärkt entwickeln. "Der Generationswechsel findet statt und wer heute ein Smartphone besitzt, wird es auch im höheren Alter benutzen. Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung war dies ein wichtiges Thema", sagt Elmar Kochanneck. Aber auch das normale Telefon wird weiterhin von Audioline vertrieben. Mit Modellen in grellen Farben wie Pink, Gelb und Orange versucht es, den besonderen Geschmack der Kunden zu treffen.

(NGZ)