Das Theater am Schlachthof in Neuss feiert 25-jähriges Bestehen

Theater in Neuss : Das Theater am Schlachthof feiert sich selbst

Vor 25 Jahren ging im TaS die erste Premiere über die Bühne. Grund genug, das Jubiläum mit vielen Ehemaligen zu begehen.

Feiern, singen und klatschen: Das klingt doch fast wie ein Motto – und wird es wohl auch. Zumindest für die neue Saison im Theater am Schlachthof (TaS), denn die freie Bühne an der Blücherstraße wird 25 Jahre alt. „Wir sind ein bisschen erwachsener und professioneller geworden“, kommentiert Britta Franken, kaufmännische Geschäftsführerin des TaS, den Aufschlag von gleich drei Feier-Wochenenden, die zugleich auch die drei wichtigen Bereiche des TaS spiegeln: Kabarett, Musik und Theater.

v.l.: Britta Franken, Markus Andrae und Dennis Prang. Foto: Helga Bittner

Eine Mischung von allem ist nur geladenen Gästen vorbehalten: vor einer „Geschlossenen Gesellschaft“ (mit offiziellen Vertretern von Stadt und Land) gibt es am Sonntag, 15. September, einen musikalischen Anekdoten-Rückblick. „Danach feiern aber so, wie wir es wollen“, versichert Franken, „mit Grillen und vielen Freunden.“

Knapp eine Woche später steht dann das „Kabarett-Klassentreffen“ an. Auf der Künstlerliste stehen Harry Heib, Martin Maier-Bode (die beiden moderieren auch), Stefanie Otten, Dennis Prang, Jens Spörckmann, Sabine Wiegand – und diverse Überraschungsgäste. Es gibt ein Wiedersehen mit der Opossum-Truppe, dem Trio der „Rathauskantine“, einigen Stunkern ... „Jeder bringt mit, was er schon immer zeigen wollte“, sagt Franken lachend, und TaS_Sprecher Dennis Prang ergänzt: ergänzt: „Hinzu kommen die Überraschungsgäste, jeweils an einem Abend, das kann mal Jens Neutag sein oder Jens Heinrich Claassen.“ Ihre wichtigste Gemeinsamkeit: Sie sind alle Ehemalige, die vielleicht nur an einem der drei geplanten Abende (20. bis 22. September) Zeit haben.

Der zweite Aufschlag widmet sich der Musik. „Unplugged — Die Hits des Gründungsjahres neu interpretiert“ ist das Motto der drei Musikabende vom 27. bis 29. September. „Sabine Wiegand und Franka von Werden haben sich durch die Hitliste von 1994 gewühlt“, erzählt Prang, dabei etwa „Cotton Eye Joe“ und „Hyper, Hyper“ gefunden, die Songs neu arrangiert und einstudiert. Musiker wie Eddy Schulz und Toshi Trebess werden sie begleiten. Zu den singenden Künstlern gehört auch Markus Andrae, künstlerischer Leiter des TaS. Zwei Songs stehen auf seiner Liste: einer von Element of Crime, „den vermutlich kaum jemand kennt“, und „Zombie“ von den Cranberries. „Sie haben damit den Nordirlandkonflikt thematisiert“, sagt er nachdenklich und ergänzt mit Blick auf Brexit und Konsequenzen: „Und nun wird er fast ungewollt zu einer kleinen Klammer.“

Andrae ist auch der Regisseur des Theateraufschlags. „Aber erst im Oktober“, sagt er, „um nicht in Konflikt etwa mit dem RLT zu geraten.“

Info Blücherstraße, 02131 277499

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