Neuss: Das "Sinfo" will sich verstärken

Neuss : Das "Sinfo" will sich verstärken

Im Romaneum hat das Jugendsinfonieorchester mehr Platz und Möglichkeiten, kann auch noch wachsen. Das traditionelle Frühlingskonzert (am kommenden Dienstag) findet aber wie immer im Zeughaus statt.

Acht Teilnehmer bei "Jugend musiziert", darunter zwei zweite Plätze – auf die Musiker des Jugendsinfonieorchesters (Sinfo) ist Ralf Beckers (43) zu Recht stolz. Es ist das größte Orchester der Neusser Musikschule. "Ein vergleichbares gibt es im Rhein-Kreis Neuss nicht", sagt der 43-jährige Klarinettenlehrer. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, klassisch zusammen gesetzt aus Streichern, Holz- und Blechbläsern, treffen sich jeden Freitag um zusammen zu musizieren.

Zur Zeit stehen Stücke von Beethoven, Bruch und Gounod auf dem Programm. Außerdem wird das Orchester mit dem junge Geigenlehrer Mario di Nonno als Solist das Violinkonzert von Max Bruch spielen. Geprobt wird für das große Frühlingskonzert am 15. Mai im Zeughaus.

Ganz begeistert ist Beckers vom Pauline-Sels-Saal im neuen Romaneum. "In der alten Musikschule war einfach viel zu wenig Platz", sagt er, "da hat im Sommer der Schweiß von der Decke getropft." Und jetzt, wo genug da ist, will Beckers den Platz auch ausnutzen: "Ich würde das Orchester gerne vergrößern und lade jeden fortgeschrittenen jungen Musiker herzlich ein, bei uns mitzumachen."

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Eingeladen seien durchaus auch Teenager, die nicht an der Musikschule ausgebildet werden. Weiterer Anreiz: Das Jugendsinfonieorchester bietet nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern mehr. Einmal jährlich findet eine einwöchige Orchesterfahrt nach Borkum statt, wo viele neue Freundschaften entstehen. "Danach muss ich immer aufpassen", sagt Beckers schmunzelnd, "dass die Übungsstunden nicht zur Quasselbude verkommen."

Die Proben- und Konzertarbeit geht Beckers mit Augenmaß an. "Wir haben auch schon mal sieben Konzerte und etwa 14 Stücke in einem Jahr gespielt", erinnert er sich, aber diese Zeiten wünscht er sich nicht zurück: "Da bleibt zu wenig Zeit für eine ordentliche Ausbildung." Schließlich handele es sich immer noch um Schüler, sagt Beckers. "Und die brauchen eine klare Vorgabe", weiß der 43-Jährige. Zu spüren, wie die Schüler durch sein Dirigieren Sicherheit finden, sei die Besonderheit des jungen Orchesters. Beckers arbeitet seit 15 Jahren als Dozent an der Musikschule, hat das Orchester 2009 von Uli Gögel übernommen.

(NGZ)
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