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Neuss: Das kosten Feuerwehreinsätze

Neuss : Das kosten Feuerwehreinsätze

Manche Einsätze müssen Bürger selbst bezahlen – zum Beispiel bei Ölspuren. Ein brennendes Auto, ein Wasserrohrbruch oder die Katze, die sich nicht mehr vom Baum herunter traut – in einigen Fällen müssen Bürger selbst die Kosten für einen Einsatz der Feuerwehr übernehmen.

Manche Einsätze müssen Bürger selbst bezahlen — zum Beispiel bei Ölspuren. Ein brennendes Auto, ein Wasserrohrbruch oder die Katze, die sich nicht mehr vom Baum herunter traut — in einigen Fällen müssen Bürger selbst die Kosten für einen Einsatz der Feuerwehr übernehmen.

Das sieht das Feuerwehr- und Hilfeleistungsgesetz NRW vor. Grundsätzlich sind die Feuerwehreinsätze für Bürger kostenfrei. "Die Menschenrettung kostet den Bürger nichts", sagt Peter Schöpkens, stellvertretender Leiter der Neusser Feuerwehr. Auch wer die Feuerwehr alarmiert, weil er einen Notfall vermutet, tatsächlich aber keine Gefahr besteht, wird nicht zur Kasse gebeten. Bei Bränden muss der Einzelne nur in zwei Fällen zahlen: Wenn ein Fahrzeug brennt, während es in Betrieb ist, und wenn die Brandgefahr von brennbaren Stoffen ausgeht, die transportiert werden.

Kostenersatzpflichtig sind unter anderem solche Einsätze, bei denen eine Gefährdungshaftung besteht oder der Verursacher die Gefahr bewusst herbeigeführt hat. "Die jeweiligen Kosten hängen immer davon ab, wie groß der Aufwand ist", sagt Frank Krieger, Verwaltungsleiter bei der Feuerwehr Neuss. So kostet zum Beispiel die Beseitigung einer Ölspur rund 152 Euro, das Löschen eines Pkw, der während der Fahrt anfängt zu brennen, schlägt schon mit rund 408 Euro zu Buche. "Bei den Pauschalen gehen wir von einem einstündigen Einsatz aus", sagt Krieger. Teurer kann es werden, wenn mehr Personal oder spezielle Werkzeuge gebraucht werden und die Aktion mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ein Unfallopfer aus der Karosserie eines Wagens zu schneiden kostet daher knapp unter 700 Euro.

Auch die verlorene Katze aus dem Baum zu retten, gestaltet sich manchmal schwierig. Bei besonders hohen Bäumen reicht oftmals ein gewöhnliches Einsatzfahrzeug mit einer zehn Meter weit reichenden Leiter nicht aus und es muss eine Einsatzdrehleiter angefordert werden, die bis zu 30 Meter lang ausfahrbar ist. Die Neusser Feuerwehr veranschlagt daher einen Preis von rund 272 Euro.

(NGZ/jco)