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Neuss: Das ist die neue Feuerwache

Neuss : Das ist die neue Feuerwache

Rund ein Jahr nach dem Spatenstich ist die Wehr auf der Furth fertiggestellt worden. Morgen zieht der Löschzug 19 der Freiwilligen Feuerwehr dorthin um. Das Haus bietet moderne Technik – die Kosten blieben im Rahmen.

Fast ein Jahr haben die Bauarbeiten gedauert, jetzt ist das Feuerwehrhaus auf der Furth fertig. Und schon ab morgen wird der Löschzug 19 von der Osterather Straße zu Einsätzen in der Nordstadt ausrücken. Der Bau mit einem Seminarraum, Umkleiden, Duschräumen und einer Fahrzeughalle ersetzt die provisorisch bezogene ehemalige Tankstelle an der Gladbacher Straße.

Heinrich Lambertz, stellvertretender Leiter der Neusser Feuerwehr, zeigte sich bei der Schlüsselübergabe sehr zufrieden: "Ich bin glücklich, dass wir jetzt das letzte Bauvorhaben des Brandschutzbedarfsplans abgeschlossen haben."

Der Plan wurde vor zehn Jahren erstellt und sichert eine leistungsfähige Wehr im gesamten Neusser Stadtgebiet. Aus dem Plan ergaben sich Investitionen in Millionenhöhe. Und so wäre ohne das Konjunkturpaket II der Bundesregierung der Bau nicht realisiert worden. 1,75 Millionen Euro waren dafür eingeplant – nach derzeitigem Berechnungsstand liegen die Kosten laut Architekturbüro Wichmann bei 1,55 Millionen Euro.

Noch fehlen Kleinigkeiten, an manchen Stellen muss noch nachgebessert werden, aber für den Leiter des Löschzuges, Wolfgang Thuir, besteht schon jetzt Grund zur Freude. "Die alte Tankstelle war immer nur als Provisorium gedacht. Ich hatte nie Zweifel, dass wir eines Tages einen Neubau bekommen würden. Hier können wir jetzt endlich wöchentlich unsere Schulungen abhalten und haben neueste Technik für die Fahrzeugstellplätze." So erlauben zum Beispiel lange gelbe Absaugschläuche, die auf den Auspuffrohren der Einsatzwagen mit Druckluft gehalten werden, das frühe Starten der Lkw in der Halle. Wenn die komplette Besatzung an Bord ist, reißen die Schläuche automatisch beim Rausfahren aus der Halle vom Auspuff ab. Vier Feuerwehrwagen sind in der 350 Quadratmeter großen Halle untergebracht. Eine Heizung sorgt dafür, dass die Autos auch im Winter frostfrei bleiben.

Im angrenzenden Feuerwehrhaus dient eine Wärmepumpe als Heizquelle. Das Garderobensystem dort ist speziell an die Bedürfnisse der 34 Feuerwehrmänner- und der einen Frau des Löschzuges angepasst worden, die Räume sind nach Geschlechtern getrennt: "Wir haben auf Spinde verzichtet, damit die nassen Einsatzklamotten gut trocknen können, und auch der Umkleideraum einfach gereinigt werden kann", sagt Architekt Benedikt Feist. Im Obergeschoss, die Feuerwehrmänner nennen ihn "weißen Bereich", weil dort keine verrußte Schutzkleidung erlaubt ist, haben ein Büro und der Schulungsraum Platz gefunden. Eine feuerrote Wand zieht sich durch die Mitte des Geschosses – damit auch keine Zweifel aufkommen, für wen das Gebäude entstanden ist.

(NGZ)