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Neuss: Das Frauenhaus als letzte Rettung

Neuss : Das Frauenhaus als letzte Rettung

Für Frauen, die im Neusser Frauenhaus anrufen und um Hilfe bitten, ist das oft der letzte Schritt nach einem langen Leidensweg – voller Angst, Skrupel und Selbstzweifel. Dort werden die Hilfesuchenden aber nicht nur einfach aufgenommen, sondern betreut, sowohl psychologisch als auch bei Amtsgängen, bei der Job- oder Wohnungssuche.

Im Neusser Haus, dessen Träger der Sozialdienst katholischer Frauen ist, können acht Frauen mit ihren Kindern untergebracht werden, maximal 20 Personen. "Wir sind immer ausgelastet", sagt Leiterin Elke Kroner. Anfragen seien "uneingeschränkt" da. Nicht äußern möchte sich Kroner zu der Anzahl derjenigen, die sich melden und um Aufnahme bitten.

Wichtig sei auf jeden Fall, dass ihnen sofort jemand zur Seite steht. Denn oft kommen die Frauen nur mit dem, was sie gerade anhaben, weil sie irgendwann fluchtartig die Wohnung verlassen haben – aus nackter Angst vor den Gewaltausbrüchen der Ehemänner oder Partner. Wichtig ist in dieser Situation auch, dass die Frauen Geld bekommen. Eltern-, Kinder- und Wohngeld oder auch Hartz IV müssen beantragt werden. 18,60 Euro kostet der Aufenthalt im Frauenhaus pro Tag und pro Person.

Es gibt keine zeitliche Begrenzung für den Aufenthalt dort, doch irgendwann haben die Frauen wieder den Wunsch und Willen, ein eigenes und selbst bestimmtes Leben zu führen, sagt Elke Kroner.

Info Kontakt rund um die Uhr unter Tel. 02131 150225

(NGZ)