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Das Alexius/Josef Krankenhaus in Neuss investiert 16,5 Millionen Euro in einen Neubau.

Investition in Neuss : Einzug ist für Dezember 2021 geplant

Das Alexius/Josef Krankenhaus investiert 16,5 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau. Wegen der Corona-Pandemie konnte kein Richtfest gefeiert werden.

Der Rohbau des neuen Hauses des Alexius/Josef Krankenhauses ist fertig. Gestern feierten die Mitarbeiter eine Art „Richtfest“. In kleinen Gruppen eingeteilt wurden sie im Abstand von 15 Minuten durch den grauen Betonbau geführt: Das Gebäude hat drei Vollgeschosse sowie ein viertes Geschoss, in dem sich später ein Wellnessbereich, Technikräume und eine kaum einsehbare Dachterrasse befinden. „Insgesamt entsteht hier eine Nutzfläche von 4613 Quadratmetern“, sagt Stefan Röhrig, Projektleiter von der sander.hofrichter Architekten GmbH. Im Erdgeschoss wird ein ambulantes Zentrum entstehen, in dem pro Jahr rund 10.000 Menschen behandelt werden sollen. „27 Therapeuten werden hier arbeiten, in Therapieräumen, die alle außen liegen und dadurch schön hell sind“, erklärt Heidrun Schlenck, Verwaltungsleiterin. Damit auch der innen liegende Wartebereich nicht nur künstlich beleuchtet ist, gibt es einen drei mal acht Meter großen Lichtschacht. „Der wird verglast und begrünt und soll für eine angenehme Atmosphäre sorgen“, so Schlenck. In der ersten und zweiten Etage entstehen jeweils eine Privatstation mit je 19 Patientenzimmern, davon 13 Einzel- und sechs Doppelzimmer, sowie größere Aufenthaltsbereiche und eine Küche. Zur ersten Etage, die vor allem für ältere Patienten ausgelegt ist, gehört zudem ein großzügiger Innenhof, der mit Sitzgelegenheiten und vielen Pflanzen ausgestattet werden soll. Die Patienten, die in der zweiten Etage untergebracht sind, können dagegen den Dachgarten in der dritten Etage nutzen. Auch dort ist eine umfassende Begrünung vorgesehen. „Unser Haus hat keine hohen Ausgaben für medizinische Geräte, aber dafür müssen wir in eine gute Atmosphäre investieren“, erklärt Martin Köhne, ärztlicher Direktor und Geschäftsführer. Denn dass sich die Patienten wohlfühlen, sei in einer Psychiatrie extrem wichtig und dazu gehörten beispielsweise helle Räume. Noch stehen Gerüste dem Licht im Weg, doch sie werden bereits abgebaut. „Als nächstes starten wir dann mit dem Stahlbau und der Glasfassade des Innenhofes und wir verschließen das Gebäude mit Fenstern und Türen“, erklärt der Projektleiter. Bezüglich der Kosten und Bauzeit liege man voll im Plan: 16,5 Millionen Euro Gesamtkosten sind für den Neubau veranschlagt und im Dezember 2021 soll alles fertig sein.