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Creditreform verlagert sein Rechenzentrum von Neuss nach Hilden

Unternehmen mit Sitz in Neuss : Creditreform rechnet jetzt in Hilden

Die Creditreform, eine der größten Wirtschaftsauskunfteien Europas, hat ein neues Rechenzentrum für sensible Daten in Dienst genommen.

Das wurde mit Unterstützung des Dienstleisters Schäfer IT-Systems aus Neunkirchen im Siegerland allerdings nicht am Standort Neuss etabliert, wo an der Stresemannallee gerade der Crefo-Campus als neue Firmenzentrale entsteht, sondern nach Hilden ausgelagert. „Entstanden ist ein individuelles, ausfallsicheres Datencenter, das den neuesten Stand der Technik abbildet“, fasst Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Wirtschaftsforschung bei der Creditreform, das Ergebnis zusammen.

Die 68 Server und Netzwerkracks im neuen Daten- und Rechenzentrum werden weiter komplett aus dem „Hauptquartier“ in Neuss gesteuert, sagt Hantzsch. Dort bilden zwölf Mitarbeiter das Stammpersonal für den Betrieb. Warum die Technik ausgelagert und nicht auch im Crefo-Campus etabliert wurde, erklärt die Creditreform mit Kosten- und Sicherheitsvorteilen.

Der Betrieb eines solchen Zentrums erfordere erhebliche Kosten, nicht zuletzt für die Stromversorgung, die Klimatisierung oder einen Sicherheitsdienst, der die Anlagen rund um die Uhr bewacht. Das habe zu der Überlegung geführt, das Datenzentrum in ein so genanntes Colocation Rechenzentrum auszulagern – also in die Räume eines professionellen Anbieters von Rechenzentrumsflächen. Der wurde in Hilden gefunden, wo ausreichend Kapazitätsreserven für ein weiteres Wachstum der Creditreform garantiert sind.

In Hilden sei der Sicherheitsstandard für die Daten erheblich höher, auch weil das Gelände durch einen speziellen Zaun und Durchfahrsperren abgesichert ist. Dies und ein rund um die Uhr eingesetzter Sicherheitsdienst bieten ein Schutzniveau, das, so Hantzsch, „in Neuss nicht erreichbar gewesen wäre“.

Die Montage des Rechenzentrums erfolgte in nur drei Wochen und ergebnissicher, wie die Firma Schäfer hervorhebt. Der Umzug selbst erfolgte bei laufendem Betrieb und ging in nur zwei Wochenenden über die Bühne. „Es gab keine Ausfallzeiten“, sagt Hantzsch, Kunden und Geschäftspartner hätten die Dienste des Rechen- und Datenzentrums jederzeit nutzen können.

„Das war möglich“, so der Firmensprecher, „weil wir die Daten zunächst auf unser Backup-Center in Düsseldorf gespielt haben.“ Inzwischen seien alle Anwendungen in Hilden aktiv – und das Backup-Center werde wieder nur noch als solches nötig.

(nau-)