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Coronavirus in Neuss: Diese Kulturveranstaltungen sind abgesagt

Konzert in Neuss : Absagen von Kulturveranstaltungen

DKN-Konzert und Ladies’ Night sind abgesagt, der Kartenverkauf für das Globe-Festival startet.

Noch bevor die Musiker der Deutschen Kammerakademie Neuss (DKN) und auch der Leiter Marc Coppey zu ihrem Konzert im Zeughaus am kommenden Sonntagmorgen angereist sind, wurden sie über die Absage informiert. Der Grund: die Infektionswelle mit dem Coronavirus. Das gilt natürlich auf für die Kunstförderpreisverleihung an die Musikerin Julia Wasmund.

Der Zeitpunkt für das DKN-Konzert unter dem Titel „Aus Beethovens Zeit“ wird noch bekanntgegeben. Auch wenn die DKN keine städtische Einrichtung ist, hält sie sich an die Empfehlung der Stadt. Die hat zudem beschlossen, dass alle städtischen Kulturveranstaltungen im Zeughaus und in der Stadthalle bis 19. April abgesagt werden.

Am morgigen Samstag startet dagegen der Kartenverkauf für das Shakespeare-Festival im Globe, das in der Zeit vom 14. Mai bis 16. Juni stattfindet. Ob nicht auch das Festival abgesagt werden muss, ist hingegen noch unsicher. Derzeit, so sagt es Kulturdezernentin Christiane Zangs, werde an dem Termin für das Festival im Globe festgehalten. Auf jeden Fall aber wird die für den morgigen Samstag geplante Ladies‘ Night mit Barbara Ruscher in der Stadtbibliothek verschoben. Nachholtermin ist Samstag, 20. Juni, 19.30 Uhr. Die gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit, aber können auch zurückgeben werden. Doch nur ausschließlich dort, wo die Karten gekauft wurden. Auch die Lesung mit Rafik Schami im Bücherhaus am Münster am Montag ist abgesagt. Im Rheinischen Landestheater wird, so sagt es der Sprecher Frank-Uwe Orbons, „von Tag zu Tag geschaut“. Natürlich werde man sich kooperativ verhalten, führt er weiter aus. Die gestrige Premiere von „Schade, dass sie ein Hure war“ ist jedoch regulär über die Bühne gegangen. Allerdings laufen, so Orbons, derzeit Absagen von Abstecherorten ein. Dormagen, Hagen und Nettetal haben die Gastspiele des RLT gecancelt.

Im Theater am Schlachthof wird heute morgen endgültig entschieden, ob und wann die freie Bühne an der Blücherstraße ihre Türen schließt. Ein Schließung aber, so erklärte Markus Andrae als künstlerischer Leiter, liege „im Bereich des Wahrscheinlichen“. Auf jeden Fall wolle man rechtzeitig informieren.