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Coronavirus in Neuss: Desinfektionsmittel bei der "Neusserreha" gestohlen

Bei der „Neusserreha“ : Desinfektionsmittel-Diebe beim Physiotherapeuten

In Apotheken und Drogeriemärkten ist Desinfektionsmittel wegen der Verbreitung des Coronavirus derzeit nur schwer zu bekommen. Dieser Engpass stiftet manche Menschen offenbar dazu an, Straftaten zu begehen.

Denn in zwei Praxen der „Neusserreha“ – in Reuschenberg und Gnadental – wurden jetzt insgesamt neun Nachfüll-Flaschen von der begehrten Flüssigkeit gestohlen. Wie Inhaber Daniel Schillings auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, handelte es sich dabei um Flächen-Desinfektionsmittel für die Praxis-Liegen. Auch bei Facebook machte Schillings seinem Unmut Luft. Sein Appell: „Bitte entwenden Sie nicht unser Eigentum, Sie schaden nicht nur uns, sondern auch allen anderen Patienten.“

Sei der Desinfektionsmittel-Nachschub zuvor in den einzelnen Behandlungsräumen sofort griffbereit gewesen, werde er nun an einer zentralen Stelle gelagert, zu dem Unbefugte keinen Zugriff haben. „Leider sind wohl einige Patienten der Meinung, wir wären in unseren Praxen ein Selbstbedienungsladen“, so Schillings. Ein weiteres Ärgernis: Beim Händler, bei dem Schillings im Dezember noch rund 50 Flaschen für je 3,80 Euro gekauft habe, sei der Preis inzwischen auf 149 Euro pro Flasche angestiegen. Die Praxen der „Neusserreha“ seien jedoch weiterhin gut mit Desinfektionsmittel versorgt.

Die Stadt Neuss hatte am Montag mitgeteilt, im Rathaus zusätzliche Spender zum Schutz vor dem Coronavirus aufzustellen. Doch auch dort werden Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Wie Pressereferentin Miriam Stiegler mitteilte, verfügen die Spender nämlich über einen Diebstahlschutz in Form von Schlössern. Auch das Neusser Lukaskrankenhaus hatte jüngst über vereinzelte Diebstähle von Desinfektionsmittel aus der Eingangshalle berichtet, die Vorräte würden jedoch ausreichen und man sei „maximal vorbereitet“.

(jasi)