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Corona-Regelung für den Sport in Neuss: 37 Hallen bleiben trotz Ferien offen

Corona-Regelung für den Sport in Neuss : 37 Sporthallen trotz Ferien geöffnet

Vereine übernehmen die Schlüsselgewalt und können Mitgliedern ein Angebot machen. 18 Vereine machen nach Angaben der Stadt davon Gebrauch. Doch der Weg zu dieser Verabredung war nicht ganz einfach.

Sommerferien. Normalerweise schließen sich für diese Wochen die Türen der städtischen Sportanlagen und vor allem der Hallen, doch in diesem Jahr ist auch das anders. Auf Drängen der Mitglieder des Sportausschusses konnten Sportamt und Gebäudemanagement sicherstellen, dass 37 Turnhallen, von denen sich 32 auf einem Schulcampus befinden, den Vereinen weiter zur Verfügung stehen. Diese müssen den gerade wieder angelaufenen Trainingsbetrieb nicht abbrechen und können vor allem ihren jugendlichen Mitgliedern ein Sport- und Freizeitangebot machen. 18 Vereine machen nach Angaben der Stadt davon Gebrauch.

Der Weg zu dieser Verabredung war nicht ganz einfach. Das Sportamt hatte zwar sofort Unterstützung für dieses Projekt zugesagt, hat aber unmittelbar nur auf fünf Hallen Zugriff. Es kam also vor allem auf das Gebäudemanagement an, das in einem ersten Vertragsentwurf den Vereinen nicht nur die Schlüsselgewalt übertragen, sondern ihnen auch den Reinigungsdienst „aufs Auge drücken“ wollte.

Einen Schließdienst zu organisieren, erklärt dazu Gösta Müller, der Geschäftsführer des Stadtsportverbandes, der – ebenso wie der Kreissportbund – die Initiative mitträgt, könne jeder Verein auch mit ehrenamtlichen Mitgliedern sicherstellen. Mit dem Reinigungsdienst aber seien sie überfordert. Das sah auch Bürgermeister Reiner Breuer so, intervenierte – und ließ diesen Passus streichen.

Entschärft wurde das Problem zudem, weil für 24 Schul-Sporthallen gar keine Vereinbarung zwischen Stadt und Vereinen getroffen werden musste. „Glücklicherweise haben zahlreiche Hausmeister eine sehr große Bereitschaft gezeigt, sich hier zu engagieren“, berichtet Nicole Bungert von der städtischen Pressestelle. Und das trotz Urlaubszeit. In acht weiteren Fällen mussten sich die Vereine nur verpflichten, das städtische Hygienekonzept zu beachten, Zuschauer auszuschließen und die Hallen nach den Ferien aufgeräumt wieder zu übergeben. Einzige Einschränkung: Die Duschen dürfen nicht benutzt werden – wegen Legionellengefahr.