1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Corona im Rhein-Kreis Neuss: Arbeitslosenquote steigt im Juni 2020 an

Jobs im Rhein-Kreis Neuss : Arbeitslosenquote steigt wegen Corona weiter an

Die Zahl der Arbeitslosen im Rhein-Kreis Neuss ist auch im Juni gestiegen. Als Hauptursache gelten laut Agentur für Arbeit Mönchengladbach, die auch für den Kreis zuständig ist, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Und die fallen deutlich ins Gewicht.

Im Juni 2020 waren im Kreis insgesamt 15.180 Personen arbeitslos gemeldet (3,4 Prozent mehr als im Mai 2020). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind im Kreis 3100 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Plus von 25,7 Prozent. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt im Rhein-Kreis Neuss laut Agentur für Arbeit 6,2 Prozent. Sie liegt damit um 0,2 Prozentpunkte über den Zahlen vom Mai 2020, zugleich sind es 1,2 Prozentpunkte mehr als im Juni 2019.

Susanne Käser, Geschäftsführerin operativ der Arbeitsagentur Mönchengladbach, fasst die Entwicklungen im Juni 2020 zusammen: „Die Zahl der Arbeitslosen ist hoch, und die Kurzarbeit bewahrt weiterhin sehr viele Menschen davor, arbeitslos zu werden.“ Allerdings betont sie auch, dass der Juni den Weg „leichter Entspannung“ weise, „von dem wir alle nur hoffen können, dass er sich fortsetzt und die Basis für den Weg aus der Krise bildet“. Denn die Zunahme an Arbeitslosen sei im Juni im Vergleich zur Zeit davor leicht rückläufig gewesen, dafür sei der Abgang von Arbeitslosen in Erwerbstätigkeit und der Zugang neuer Stellen erneut leicht gestiegen. Mut würden zudem Zahlen machen, die noch aus der Zeit vor Corona-Pandemie stammen (Stichtag: 31. Dezember 2019) und für den Rhein-Kreis Neuss rund 151.134 sizialversicherungspflichtig Beschäftigte (3,2 mehr als im Vorjahresquartal) ausweisen. „Diese gute Entwicklung vor der Corona-Pandemie könnte für unsere Region auf dem Weg aus der Krise ebenfalls von großer Bedeutung sein“, meint Käser.

In der Geschäftsstelle Neuss stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent (Juni 2010: 5,4 Prozent). In der Geschäftsstelle Dormagen stieg sie um 0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent (Juni 2019: 4,2 Prozent) und in der Geschäftsstelle Grevenbroich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent (Juni 2019: 4,3 Prozent). Die Geschäftsstelle Neuss umfasst Neuss, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch. Zur Geschäftsstelle Grevenbroich zählen Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen. Die Geschäftsstelle Dormagen umfasst nur die Stadt Dormagen.

Im gesamten Agenturbezirk haben Betriebe zwischen März und Mai 6611 Anzeigen zur Kurzarbeit eingereicht, wovon bis zu 74.860 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Im Juni sind noch einmal 209 Anzeigen für maximal 2826 Personen hinzugekommen. 108 Anzeigen für bis zu 1629 Mitarbeiter stammten aus dem Rhein-Kreis Neuss.

(NGZ)