Circus Krone begeistert mit „Mandana“ in Neuss

Gastspiel in Neuss : Circus Krone begeistert mit „Mandana“

Das Tourneeprogramm „Mandana – Circus neu geträumt“ entführt in die Welt eines modernen Märchens. Es erzählt die Liebesgeschichte der Pferdeprinzessin und des Löwenprinzen.

„Mandana – Circuskunst neu geträumt“ lautet der Name des neuen Tournéeprogramms des Traditionszirkus Krone. Es wurde konzipiert als modernes Märchen und erzählt die Liebesgeschichte der Pferdeprinzessin und des Löwenprinzen. Die Zuschauer werden förmlich geflutet mit tollen Bildern, atemberaubenden Leistungen auf allerhöchstem Niveau, mit Geräuschen, Gerüchen und visuellen Reizen, die die virtuelle Welt in dieser Fülle nicht zu bieten hat. 2100 Menschen genossen am Mittwochabend auf dem Kirmesplatz am TÜV einen unvergesslichen Abend. Kaum vorstellbar, dass auch nur ein einziger der Zuschauer enttäuscht war von dem, was ihm da geboten wurde.

Anschließend ging es weiter mit magischen Momenten wie diesem: Der Nebel lichtet sich, stolze weiße Pferde begeistern mit ihren tollen, makellosen Körpern. Die Pferde sind die Welt von Jana Mandana Lacey Krone, der Zirkuschefin. Man merkt ihr an, dass sie eine ganz besondere Beziehung zu diesen Tieren hat. Ihr „Löwenprinz“, verkörpert von Martin Lacey jr., im wahren Leben ihr Ehemann, setzte einen beeindruckenden Schlusspunkt unter eine faszinierende Vorstellung: Spätestens, als ein Gitter die Manege von den Besucherplätzen abschirmte, wussten die Zuschauer, dass es jetzt noch einmal so richtig spektakulär werden sollte: Martin Lacy jr. hatte rund 15 Raubkatzen um sich herum und schien doch die Ruhe selbst zu sein. Dem stolzen Löwen mit den furchterregend großen Zähnen drehte er den Rücken zu, mit den Löwendamen schmuste er, während andere Raubkatzen in aller Seelenruhe dem Geschehen beiwohnten.

Draußen protestierten Tierschützen dagegen, dass Tiere in der Manege auftreten müssen, im riesigen Zirkuszelt amüsierten Löwe, Pferd und Elefant die Zuschauer. Die Mitglieder des Trios „Without Socks“ waren es, die die Menschen zum Lachen brachten.

Gut zwei Stunden lang sollten sich Spaß und Spannung abwechseln. Die Übergänge waren fließend, es gab keine lästigen Pausen zwischen den einzelnen Programmpunkten. Steve Eleky ist Artist und Magier – er spielte den Hofnarr, begeisterte mit seiner Jonglage und seinen Sprüchen: „Ich kann das gar nicht. Das ist das erste Mal, dass es klappt“, gestand der Mann im Schottenrock. Den Atem so richtig anhalten musste das Publikum, als das tschechisch-italienische Duo Stipka auftrat. Eliane und Daniel Stipka drehten ihre Runden – er hatte je einen Fuß auf dem Rücken zweier Pferde, während sie immer mutigere Hebefiguren wagte – schließlich stand sie auf seinem Kopf und schaffte dabei noch ein bezauberndes Lachen.

Der schmächtige Aleksandr Batuev beeindruckte mit seiner Gelenkigkeit: Er verschwand in einer Kiste, kaum größer als ein normaler Umzugskarton. Hochseilakrobatik vom Feinsten boten Männer und Frauen der kolumbianischen Gruppe Los Robles. In rund zehn Metern Höhe gab es wieder Netz noch doppelten Boden, sondern nur eine dicke Matte auf dem Manegenboden. Die putzmuntere Truppe Non Stop absolvierte zentimetergenaue Luftsprünge, versprühte eine unglaubliche Leichtigkeit.

Die Musik kam live vom fünfköpfigen Zirkusorchester.

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