Neuss: Christen wollen sich für Heimat einsetzen

Neuss: Christen wollen sich für Heimat einsetzen

Oberpfarrer Guido Assmann unterzeichnet als erster Neusser ökumenische Erklärung.

Oberpfarrer Guido Assmann hält eine Tafel aus festem Karton in die Höhe. Auf dieser steht die "Erklärung der Neusser Christinnen und Christen im 500. Jahr seit Beginn der Reformation, AD 2017" geschrieben. Sie ist aus einem Konvent im März entstanden und wurde am Sonntagabend erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Verfasser hatten zu einem ökumenischen Abendgebet in die Krypta des Quirinusmünsters eingeladen und präsentierten das Ergebnis, das eine Arbeitsgruppe seit dem Frühjahr zusammengestellt hatte.

"Für uns ist der Glaube nicht Privatsache, sondern Wirkung. Anlässlich der Reformation haben wir uns die Frage gestellt, wie wir uns unserer Aufgabe neu bewusst werden und uns mehr in unsere Stadt einbringen können", sagte Assmann zu Beginn des Abendgebets. So steht in der Präambel der Erklärung, dass sich aus dem Glauben der Christen heraus der Auftrag ergibt, sich zum Wohle ihrer Stadt und ihrer Menschen einzusetzen. Die Erklärung baut auf fünf Säulen auf: "Unsere Gemeinden, Leben in Familie, Erziehung und Bildung, Arbeit und Beruf sowie Christliche Gesellschaft". Zu jedem dieser Bereiche lasen drei Teilnehmer des Gebets einen Bibelvers, jeweils aus einer unterschiedlichen Bibelübersetzung. Auf dem Altar lagen an diesem Abend drei Bibeln - die Einheitsübersetzung, die Luther-Übersetzung und die heutige Übersetzung. Darauf wurden die Abschnitte der Erklärung vorgelesen und gemeinsam ein Gebet für die Stadt Neuss und ihre Bewohner gesprochen.

  • Neuss : Ökumenische Erklärung liegt vor

Zum Abschluss unterschrieb der Oberpfarrer als erster die Erklärung und lud die Teilnehmer ein, das auch zu tun. Die Erklärung wurde mehrfach ausgedruckt und kann von jedem, der sie befürwortet und unterstützen möchte, in den nächsten Wochen unterschrieben werden. Die Ausführungen werden in den Pfarrgemeinderäten verteilt und in der Christuskirche sowie dem Quirinusmünster ausliegen. Der Plan ist, dass alle Seiten einmal zu einem Buch gebunden werden sollen.

(NGZ)
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