Schüler auf Berufssuche Check-In-Berufswelt zum ersten mal mit Open-Air Markt

Neuss · Bei der Berufs-Börse kamen Schüler aus dem gesamten Rhein-Kreis Neuss. Einige nutzen ihre Chance, um schon einen Fuß in die große Berufswelt zu setzen.

 Bei der Check-In-Veranstaltung nahmen auch die Schirmherren Hans-Jürgen Petrauschke (l.) und IHK-Chef Jürgen Steinmetz (mit VR-Brille) teil.

Bei der Check-In-Veranstaltung nahmen auch die Schirmherren Hans-Jürgen Petrauschke (l.) und IHK-Chef Jürgen Steinmetz (mit VR-Brille) teil.

Foto: Andreas Woitschützke

Die Suche nach dem richtigen Job ist sicherlich nicht leicht. Unzählige Unternehmen und Angebote, Studiengänge und Ausbildungsberufe. Da ist es schwer, genau das Richtige für sich zu finden. Ein wenig Hilfestellung leisten möchte da das Projekt „Check-In-Berufswelt“. Dort stellen sich im Rhein-Kreis Neuss ansässige Unternehmen vor und öffnen ihre Türen für Schüler. Mehr als 2000 nahmen das Angebot am Donnerstag wahr, das auch zum ersten Mal einen Open-Air Markt am Erzbischöflichen Berufskolleg beinhaltete. Thomas Feldges, der die Veranstaltung schon seit 13 Jahren betreut, erklärt die Änderung: „Manche teilnehmenden Unternehmen dürfen oder wollen ihre Türen noch nicht öffnen, sich aber den Schülern vorstellen. Deshalb stehen sie jetzt erstmalig auf diesem Markt.“

Das Erzbischöfliche Berufskolleg ist eine sogenannte Check-In-Schule, sie erfüllt also alle Anforderungen der Berufswelt – Schüler sowie das Kollegium müssen über das Angebot informiert werden. Zudem gilt es, Flyer zu verteilen. Das bestätigt auch Christiane Winkels vom Berufsbildungszentrum (BBZ) in Dormagen, die mit mehreren Schülern angereist ist. Insgesamt knapp 40 Schulen im Rhein-Kreis Neuss erfüllen eben diese Anforderungen. Bis zu 70 Ausbildungsberufe werden beim „Check-In“ vorgestellt, über 200 Unternehmen stellen sich im Rhein-Kreis Neuss vor. Es liegt an den Schülern, welche sie sich anschauen. „Wir sind alle froh, dass es wieder in Präsenz stattfinden kann“, sagt Feldges, der auf zwei Jahre eher weniger erfolgreiche digitale Marktplätze zurückschaut. Nicht nur dort macht sich die Pandemie bemerkbar, Feldges ergänzt: „Den Schülern im Jahrgang 10 fehlen zwei Jahre Berufserfahrung und -information.“ Die Schülerinnen Aliya, Alina, Samira und Samira vom Berufskolleg haben sich die Dualen Studiengänge rausgesucht, etwa bei der FOM oder bei 3M. Auch Dominik und Lisa vom BBZ schauten sich auf dem Markt um. Dass die Ansprechpartner dort standen, fanden sie gut, so könne man direkt Kontakte knüpfen und wichtige Fragen beantworten lassen. Manche Schüler sind sogar bestens vorbereitet mit Lebenslauf bei den Firmen angereist, „die Schüler sollen noch ihr Praktikum machen“, so Christiane Winkels.

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