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Neuss: CDU will Wirtschaftsstandort weiter stärken

Neuss : CDU will Wirtschaftsstandort weiter stärken

Im Rahmen ihrer Programmkonferenzen beschäftigte sich die CDU mit den Perspektiven der regionalen Wirtschaft. Dank vieler Anstrengungen steht der Rhein-Kreis bundesweit mit an der Spitze.

Mit einer Reihe von Programmkonferenzen entwickelt die CDU in Stadt und Kreis Neuss derzeit Positionen und Ziele, an denen sie sich auch im Wahlkampf messen lassen will. Mittwochabend ging es im Neusser Restaurant Hafenliebe um die Zukunft des Wirtschafts-Standortes. Ein Themenfeld, in dem sich die Union als gestaltende politische Kraft der Region gut zuhause fühlt, denn dank erheblicher Anstrengungen schneidet der Rhein-Kreis in vielen Vergleichen gut ab.

Dazu haben neben der Politik auch die vielen Unternehmen beigetragen, die hier ihren Standort haben und hochwertige Arbeitsplätze bieten. Aber nicht nur. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe betonte, dass neben der Wirtschaft im Kreis auch das festgeknüpfte soziale Netz einen Beitrag zur Wertschöpfung und zu den Lebensbedingungen leiste und warf einen Blick auf die gesamte Bundesrepublik: "Wir haben fast 42 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland, davon sind mehr als eine Million neu entstanden. In Deutschland herrscht die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit und die höchste Erwerbsquote von Menschen über 60 Jahre."

In diesem Jahr zeigt das Mittelstandsbarometer von Sparkasse und Creditreform, dass 80 Prozent der Unternehmer die Rahmenbedingungen gut bewerten. 2005 waren lediglich zehn Prozent zufrieden. "Wir müssen den Kurs halten: Weiterhin und mehr in Bildung und Forschung investieren, den Staat ausreichend durch Steuern finanzieren, ohne die Schraube zu überdrehen, fördern, dass Beschäftigungen erhalten bleiben und mehr werden und unseren Schatz, die Infrastruktur, erhalten und ausbauen", sagte Gröhe.

Dem stimmte Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein, zu. "Der Rhein-Kreis ist in vielerlei Hinsicht eine Musterabteilung. Man kann stolz darauf sein, was hier in den vergangenen Jahren geschaffen wurde – von Politik, Unternehmen und Bürgern." Die Bruttowertschöpfung habe sich seit dem Jahr 2000 um 28 Prozent erhöht (NRW: rund 14 Prozent), die Zahl der Beschäftigten sei um 3,6 Prozent gestiegen. "Solche Werte erreicht man nur durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Industrie und Dienstleistern."

Jetzt sollen die vorhandenen Stärken ausgebaut werden. Jutta Zülow, Vorstandsvorsitzende der Zülow AG, sieht ein anderes Problem: "Heute geht uns nicht die Arbeit aus, sondern die Kräfte", sagte sie und plädierte für gute Standort-Faktoren, die Arbeiten, Wohnen und Leben harmonisch gestaltbar machen. Lutz Lienenkämper MdL stellte die kommunalen Chancen trotz rot-grüner Landesregierung vor und verwies ausdrücklich auf den Landesentwicklungsplan: "Hier müssen die Möglichkeiten genau analysiert werden." Jürgen Steinmetz, Wirtschaftsdezernent des Rhein-Kreises , stellte in einer kurzen Präsentation die (positive) Lage im Kreis dar. Mit 28 000 Unternehmen und rund 133 000 Arbeitsplätzen sei er der beste Kreis in NRW und unter den Top 10 in Deutschland. 89 Prozent der Unternehmen würden den Rhein-Kreis Neuss als Standort weiterempfehlen.

(NGZ)