Gebäudemanagement in Neuss: CDU wehrt sich gegen Kritik nach GMN-Chef-Absage

Gebäudemanagement in Neuss : CDU wehrt sich gegen Kritik nach GMN-Chef-Absage

Erhitzte Gemüter in der politischen Sommerpause! Nach der SPD-Kritik an der CDU wegen der kurzfristigen Absage von Christian Stähler, der eigentlich als neuer Betriebsleiter des Gebäudemanagements fest vorgesehen war, holt die CDU nun zum Gegenschlag aus.

„Die bizarren und im schrillen Ton vorgetragenen Schuldzuweisungen der SPD sind wohl dem heißen Wetter geschuldet. Wir empfehlen den Herren der SPD dringend aus der prallen Sonne zu gehen“, sagt die CDU-Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann,

Stähler hatte seine Absage mit fehlender Rückendeckung der Mehrheitsfraktion begründet. Bei der Abstimmung im Rat hatte sich die CDU enthalten. Daraufhin sprach die SPD von einer „Torpedierung“ des Gebäudemanagements. „Der Neusser CDU ist es wieder einmal wichtiger, dem Bürgermeister das Leben schwer zu machen, als lösungsorientiert anzupacken“, sagte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sascha Karbowiak.

Koenemann wehrt sich: „Die Entscheidung der Fraktion in Personalangelegenheiten bezieht sich allein auf die Qualifikation des jeweiligen Bewerbers für das in Frage kommende Amt. Hier ein politisches Abstimmungsverhalten zu sehen, ist absurd. Unsere personalpolitischen Entscheidungen kommentieren und begründen wir zum Schutz der Bewerber nicht öffentlich. Einer Besetzung der Position des Betriebsleiters standen wir nicht entgegen.“ Die SPD versuche lediglich, der CDU die zukünftigen Defizite des GMN schon heute in die Schuhe zu schieben, „obwohl der Bürgermeister die Probleme seit Jahren nicht ansatzweise in den Griff bekommt und auch keine Ideen entwickelt, wie man diese lösen könnte“, so Koenemann abschließend.

Doch auch die FDP zeigt Verständnis für Stählers Reaktion. „Es bestand bei der Vorstellung des Kandidaten Zeit und Gelegenheit, Fragen und Erklärungen einzufordern beziehungsweise Hintergründe abzuklären. Soweit ich mich erinnere, ist von Seiten der CDU nichts dergleichen geschehen“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende Manfred Bodewig.

(jasi)