CDU Neuss: Zwei-Drittel-Mehrheit votiert für Friedrich Merz

Umfrage der CDU Neuss: Neusser CDU: Zwei-Drittel-Mehrheit votiert für Friedrich Merz

Wenn am Freitag in Hamburg die CDU den Bundesvorsitz neu besetzt, dann ist für die Mehrheit der Neusser Christdemokraten offenbar Friedrich Merz der Favorit.

Das ist zumindest das Ergebnis einer parteiinternen Umfrage, das der Neusser CDU-Chef Jürgen Brautmeier am Mittwochmorgen bekanntgab: Danach stimmten bei dem Online-Voting 64 Prozent für Friedrich Merz, 33 Prozent für Annegret Kramp-Karrenbauer und drei Prozent für Jens Spahn.

An der Umfrage haben sich laut Brautmeier 353 Christdemokraten beteiligt, zirka 730 waren per Mail angeschrieben worden; 1300 Mitglieder hat der Stadtverband. Die Differenz erklärt der Brautmeier damit, dass nur die Parteifreunde angeschrieben werden konnten, deren Email-Adresse auch in der Geschäftsstelle vorliegt. Der Vorsitzende war mit der Aktion, die er gegenüber dem Kreisverband angezeigt hatte und die vom geschäftsführenden Vorstand in Neuss beschlossen wurde, sehr zufrieden: „Ich habe ein sehr positive Rückmeldungen von der Basis erhalten: „Die Mitglieder begrüßen es, dass sie gefragt wurden und ihre Meinung sagen konnten.“ Kritik an der Aktion habe es nicht gegeben, wohl aber Fragen nach dem Warum: „Aber das waren nur zwei Mitglieder.“ Das Neusser Votum soll den Delegierten des Hamburger Parteitages nach Willen von Brautmeier „als Information dienen“. Es binde sie jedoch nicht: „Die Delegierten geben ihre Stimme selbstverständlich in freier und geheimer Wahl ab“. Er wünsche „eine glückliche Hand“. Aus dem CDU-Kreisverband Neuss reisen neun Delegierte an die Elbe: Jörg Geerlings, Hermann Gröhe, Daniela Leyhausen (alle Neuss), Lutz Lienenkämper, Gabriele Pricken (beide Meerbusch), Wolfgang Kaiser, Heike Troles (beide Grevenbroich), Ansgar Heveling (Korschenbroich) und Lars Christoph (Kaarst).

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Jürgen Brautmeier, dem der parteiinterne Wahlkampf gefallen hat („Unsere Partei ist lebendig, stark und vielseitig“), denkt aber über die Wahl hinaus: „Wichtig ist, was nach dem 8. Dezember passiert. Dann müssen wir zusammenbleiben, denn wir brauchen alle. Auch die Verlierer.“

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