Neuss: CDU: Mobilitätsstrategie soll Etappenziele bis 2025 festlegen

Neuss: CDU: Mobilitätsstrategie soll Etappenziele bis 2025 festlegen

Künftige Standort-Attraktivität und Wohlstand der Bevölkerung hängt davon ab, in wieweit die Stadt eine schlüssige Mobilitätsstrategie Schritt für Schritt bis 2025 umsetzt. Diese These vertritt die Neusser CDU in einem Papier zur aktuellen Mobilitätsdebatte in der Stadt Neuss. Darin beschreiben die Christdemokraten neun Teilziele wie diese: "Optimierung der täglichen individualen Pendlerverkehre unter Berücksichtigung alternativer (kostenneutraler) Verkehrsträger des Öffentlichen Personennahverkehrs" oder "Lebenswerte und klimafreundliche Stadt Neuss, die den Fahrradverkehr und die Elektromobilität proaktiv fördert (Festlegung realistischer Verteilungsschlüssel)".

Autor des Papiers ist Thomas Klann, ein Logistik-Experte mit beruflicher Erfahrung in der Branche, der den sehr regen Arbeitskreis Logistik in der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der Kreis-CDU führt. Unterschrieben haben die Stellungnahme aber auch, der stellvertretende Vorsitzende der Neusser CDU, Andreas Hamacher, sowie der Chef der Neusser MIT, Klaus Goder.

Nach Auffassung von CDU-Vize Andreas Hamacher gehört aber eine von Bürgermeister Breuer ins Gespräch gebrachte "autofreie Innenstadt" nicht zu den Zielen einer Mobilitätsstrategie: "Wenn man feststellt, dass innerstädtische Routen teilweise unter starker Auslastung leiden, kann die Antwort doch nicht eine weitere Verknappung der Wegeverbindungen für den motorisierten Individualverkehr sein. Eine starke Auslastung der Straßen belegt vielmehr, dass ein erhebliches Bedürfnis an ausreichenden Wegeverbindungen besteht und manche Strecken einer weiteren Ertüchtigung bedürfen." Es gelte mit Augenmaß an intelligenten Verkehrskonzepten zu arbeiten, so Hamacher, "die die Bedürfnisse der Menschen und der Einzelhändler der Innenstadt im Auge behalten".

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Derweil fragt NGZ-Leser Otmar Heun, wie eine angedachte "autofreie City" geografisch definiert werde. Er halte eine "autofreie City" letztlich für eine Illusion, "weil es Dutzende unabweisbare Ausnahmen" geben werde. Besser sei es, umweltfreundliche Maßnahmen umzusetzen. Beispiel aus Stockholm: "Seit Jahren fahren dort alle Busse mit Ethanol und Bioerdgas, bis der Elektroantrieb dem Verbrennungsmotor ebenbürtig ist."

(lue-)
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