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CDU in Neuss fordert mehr Geld für Tageseltern

Angebot in Neuss : CDU fordert mehr Geld für Tageseltern

Außerdem soll pro Kind ein Corona-Ausgleich von 100 Euro als Zeichen der Wertschätzung gezahlt werden. Das Geld solle, so die CDU, pauschal und ohne Nachweis ausgezahlt werden.

Tagesmütter und -väter sollen in Zukunft für ihre Arbeit mehr Geld bekommen. Dafür will sich die CDU einsetzen. Sie möchte allen Tageseltern, die über das Jugendamt vermittelt werden, einen Corona-Ausgleich zahlen und außerdem die Stundensätze erhöhen.

 Thomas Kaumanns (CDU) sitzt im Jugendhilfeausschuss.
Thomas Kaumanns (CDU) sitzt im Jugendhilfeausschuss. Foto: Kaumanns

„Tagesmütter und Tagesväter leisten eine sehr wertvolle Arbeit. Sie betreuen in Neuss rund 500 Kinder und sorgen dafür, dass deren Eltern Familie und Beruf miteinander vereinbaren können. Damit sind Tagespflegepersonen ein ganz wichtiger Beitrag zu einer familienfreundlichen Stadt“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Thomas Kaumanns (CDU). Seine Fraktion will deshalb die Arbeitsbedingungen in der Kindertagespflege verbessern.

Während der Corona-Pandemie mussten Tageseltern Extrakosten bewältigen, zum Beispiel für Hygiene- und Desinfektionsmittel. Anders als das Personal in Kitas oder Offenen Ganztagsschulen hätten sie aber nicht von tariflichen Bonuszahlungen profitiert. Sie sollen nun pro Kind 100 Euro als Ausgleich und auch als Zeichen der Wertschätzung bekommen. Das Geld solle pauschal und ohne Nachweis ausgezahlt werden.

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Unabhängig davon, so will es die CDU, sollen Tagesmütter und -väter in Zukunft mehr Geld bekommen. Sie erhalten vom Jugendamt eine Geldzahlung, deren konkrete Höhe sich nach der Anzahl der betreuten Kinder, der Anzahl der Betreuungsstunden und der persönlichen Qualifikation richtet. Mit der Einführung des neuen Kinderbildungsgesetzes im Jahr 2020 wurde eine jährliche Steigerung der Anerkennungsleistungen eingeführt. Erstmals hängt ihre Höhe nicht mehr von politischen Einzelentscheidungen der Kommunen ab, sondern ist landesgesetzlich gesetzlich festgeschrieben und somit garantiert. Die Neusser Interessengemeinschaft Kindertagespflege wünscht sich darüber hinaus eine Erhöhung des Sachkostenanteils. Dessen Höhe (1,59 Euro) wurde zuletzt vor sechs Jahren festgelegt, die Inflation und allgemeine Preissteigerung wurden seitdem nicht berücksichtigt. Der Betrag soll nun auf 1,83 Euro steigen.

(NGZ)