Neuss: CDU: Horte nicht voreilig schließen

Neuss : CDU: Horte nicht voreilig schließen

Keine voreilige Hortschließung ohne qualitativ hochwertige Alternative: Auf diese Formel legt sich die CDU-Fraktion fest und wendet sich damit ebenfalls gegen ein schnelles Aus für den sozialpädagogischen Hort an der Oberstraße und die Lern- und Spielgruppe der Diakonie in Weckhoven.

Sparzwänge und angebliche Synergie-Effekte dürften nicht zu einem Verlust an Qualität in der Betreuung führen, betonen Stephanie Wellens und Anne Holt mit Blick auf das Positionspapier "Teilhabe erfordert Qualität" der CDU Nordrhein-Westfalens für die Fraktion.

Die Stadt hatte angekündigt, beide Einrichtungen zum 1. August schließen zu wollen. Die Kinder — in der Summe etwa 20 — sollten dann in der Offenen Ganztagsschule der Kyburg-Grundschule unter den Vorzeichen inklusiver Pädagogik, die ein Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung meint, betreut werden. Was die OGS, wie der Schulleiter Josef Oppermann erklärt, derzeit nicht leisten könnte.

Der hohe Standard, mit dem heute Kinder und Jugendliche mit Behinderungen gefördert werden, soll nicht mehr unterschritten werden, fordert die CDU-Landtagsfraktion in ihrem Positionspapier. "Auch für die Neusser CDU-Fraktion ist die Qualität der Betreuung und Förderung von Kindern oberstes Ziel bei der Umsetzung des Inklusionsgedankens", unterstreicht Stephanie Wellens als Vorsitzende des Schulausschusses.

Sie verweist auf einen Ratsbeschluss, nach dem die sonderpädagogischen Horte uneingeschränkt fortgeführt werden, soweit dies nicht dem Inklusionsgedanken und dem noch zu erstellenden Inklusionsplan für die Stadt Neuss widerspricht. "Bisher hat die Verwaltung noch keinen Inklusionsplan für Neuss erstellt", stellt Wellens fest. Die Stadt schieße also mit der Planung zur Schließung beider Einrichtungen "weit übers Ziel hinaus", so Wellens weiter. Auch Fachpersonal und finanzielle Rahmenbedingungen für die Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf sollten geklärt sein, bevor gut funktionierende Einrichtungen geschlossen werden, ergänzt Anne Holt.

(NGZ/rl)