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Neuss: CDU engagiert sich für Verbleib von Pierburg

Neuss : CDU engagiert sich für Verbleib von Pierburg

Partei und Fraktion der CDU in Neuss wollen sich gegen eine drohende Abwanderung des traditionsreichen Automobilzulieferers Pierburg stemmen. "Alle Bemühungen, den Standort der Firma Pierburg in Neuss zu sichern, werden von der CDU unterstützt", stellte gestern der neue Fraktionsvorsitzende Jörg Geerlings MdL klar und kommentierte damit aktuelle Berichte, wonach Pierburg einen neuen Standort am Niederrhein sucht.

Der Automobilhersteller hatte bestätigt, für die Fertigung alternative Standorte suchen zu wollen. Angestoßen wurde diese Suche durch die Tatsache, dass schon im kommenden Jahr die Mietverträge für die Fabrikationshallen an der Düsseldorfer Straße auslaufen. Diese zu verlängern, ist nach Unternehmensangaben eine Option von mehreren. Geprüft werde auch eine Verlegung der Fertigung und damit von 300 Arbeitsplätzen nach Nettetal, wo Pierburg einen weiteren Standort mit 400 Stellen unterhält.

Der allerdings müsste deutlich erweitert werden. Inzwischen wurde jedoch bekannt, dass Pierburg auch mit der Stadt Mönchengladbach Gespräche geführt hat. Standort: der Regiogewerbepark. Geerlings zeigt sich überzeugt, dass Neuss als attraktiver Gewerbestandort auch zukünftig punkten kann. Es sei nachvollziehbar, dass bei der notwendigen Aufgabe eines Standorts mehrere Optionen geprüft werden. Dennoch hoffe er, dass Pierburg in Neuss bleibt. Diese Hoffnung teilt er mit Bürgermeister Herbert Napp, der betont hatte, dass die Stadt größtes Interesse am Verbleib des Unternehmens in Neuss haben muss. "Wir werden auch zukünftig um jeden einzelnen Arbeitsplatz in Neuss kämpfen", unterstreicht Geerlings.

Und die Stadt ist nicht ohne Möglichkeiten. Dafür steht aus seiner Sicht einmal eine "erfahrene und gut aufgestellte Wirtschaftsförderung". Neuss habe zudem entsprechende Flächen vorzuweisen, sagt er, und sei besonders daran interessiert, Arbeitsplätze in der Produktion zu erhalten. Gerade solche Bemühungen werde die CDU mit ihren politischen Möglichkeiten immer unterstützen.

(NGZ)