Neuss: Casting-Star im Further Studio

Neuss : Casting-Star im Further Studio

Zurückhaltend, freundlich, professionell: Giovanni Costello, Kandidat der Fernseh-Castingshow "The Voice of Germany" und seit Jahren treuer Kunde, gab ein kleines Konzert im Further Musikstudio.

"I'm so excited" hatte Silvia Confido, begleitet vom Neusser Gitarristen Philip van Endert, gerade eben noch gesungen und damit wohl den emotionalen Zustand einiger Fans getroffen. Denn die beiden Dozenten der Further Musikschule waren lediglich "Vorprogramm" des eigentlichen Gastes: Giovanni Costello, Teilnehmer der Castingshow "The Voice of Germany".

Foto: Woitschützke, Andreas

Eigentlich wollte der Wahl-Düsseldorfer im Musikstudio "nur" seinen neuen elektronischen Flügel abholen, den er in Kürze mit auf Tournee nimmt. Doch als Christoph Hilgers und Reinhardt Hagemeister eine Session im neuen Vortragsraum vorschlugen, sagte der Sänger zu. "Natürlich mache ich das gern", sagte Costello, "das sind so nette Leute hier, es geht beinahe familiär zu. Da komme ich viel lieber hierher, als in einen riesengroßen Laden zu gehen." "The Voice of Germany" hat einiges verändert im Leben von Costello, obwohl er auch zuvor schon gut im Geschäft war. Immerhin hat der Mann eine fundierte Ausbildung: Klavierunterricht mit sieben, Musikstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt Perugia, dann Kompositionslehre in Mailand. Auftritte in Europa, Asien und den USA folgten, zudem arbeitet er als Komponist und Arrangeur.

Bei "The Voice of Germany" überzeugte der 45-Jährige Publikum und Jury-Mitglied Xavier Naidoo mit seiner Version des Simply-Red-Hits "If you don't know me by now". Als "magischen Moment" und "Highlight" der Staffel bezeichneten viele sein Duett mit Rüdiger Skoczowsky. "Mit Xavier arbeite ich weiter zusammen", sagt Costello, "wir bereiten für Mai eine Show vor, die bei Sat.1 oder ProSieben laufen wird. Und mit Rüdiger nehme ich im Herbst ein Album auf." Der "italienische Gentleman-Clooney" kommt bei Frauen ("Traummann") wie Männern ("ein echt netter Kerl") gleichermaßen gut an. Die Fanpost sei schon etwas mehr geworden, gibt er zu. Heiratsanträge? Nur ein paar aus Süddeutschland.

Die Düsseldorfer seien diskret, ließen ihn unbehelligt. Das scheint dem Künstler mit dieser für einen Italiener schon untypischen Zurückhaltung zu gefallen. Geduldig gibt er im Musikstudio Autogramme, lächelt mit der zwölfjährigen Norma-Jean wiederholt fürs Foto, als die Kamera von Mutter Tatjana Mull streikt. Dann nimmt er am Flügel Platz. Bei 80er-Jahre-Hits, Italo-Pop à la Zucchero und Jazzigem spielt Costello mit dem Klang des Instrumentes. "Musik ist gut für die Seele, gibt innere Stärke und Ruhe", gibt der Sänger seinem Publikum noch mit auf den Weg und sorgt zum Abschluss mit "What a wonderful world" für Gänsehaut.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE