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Neuss: Cames-Bau: Gericht entscheidet diese Woche

Neuss : Cames-Bau: Gericht entscheidet diese Woche

Der Streit um den Erweiterungsbau der Firma Cames wird diese Woche entschieden. Am Donnerstag kommen die Kläger – Anwohner des Holzheimer Wegs, an dem Cames eine Lagerhalle bauen will –, Vertreter der Firma Cames sowie Andreas Merschmeier, Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf, am Holzheimer Weg zusammen.

Der Streit um den Erweiterungsbau der Firma Cames wird diese Woche entschieden. Am Donnerstag kommen die Kläger — Anwohner des Holzheimer Wegs, an dem Cames eine Lagerhalle bauen will —, Vertreter der Firma Cames sowie Andreas Merschmeier, Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf, am Holzheimer Weg zusammen.

Cames will dort eine zehn Meter hohe, 3200 Quadratmeter große Halle bauen. Die Stadt hat das Vorhaben genehmigt — zu Unrecht, glauben die Anwohner. Bei dem Ortstermin soll geprüft werden, ob die von Cames angegebene Zahl von 30 Lastwagen-Bewegungen tatsächlich ausreichen würde, um das neue Lager zu befüllen oder doch deutlich mehr Anlieferungsverkehr zu erwarten ist.

Das zumindest befürchten die sechs Kläger, darunter der direkte Nachbar, Diplom-Ingenieur Eckhard Stoschek. Er ist sich sicher, dass die 15 Lastwagen bei Weitem nicht ausreichen, um das Lager zu befüllen und der Verbindungsgang zum Cames-Gelände an der Moselstraße nicht groß genug ausfallen würde, um die Waren hindurch zu transportieren.

Dann würde aus Sicht der Kläger auch noch der Ausgangsverkehr zum Teil über den Holzheimer Weg fließen. Cames dagegen hält daran fest, dass der komplette Ausgangsverkehr über die Moselstraße laufen wird — der Gang also groß genug sei.

Der Bau sei grundsätzlich nötig, weil das gesamte Lagerkonzept zur nötigen Expansion, um auf dem Markt bestehen zu können, umstrukturiert werden müsse. "Das Obst- und Gemüselager sowie für gekühlte Waren wird sich an der Moselstraße befinden, das für Süßwaren und Ähnliches, etwa auch Drogerieartikel am Holzheimer Weg", sagte Geschäftsführer Peter Cames.

Der Ortstermin mit dem Gericht war bereits verschoben worden, weil laut Anwalt Cornel Hüsch, der die Kläger vertritt, in den vorliegenden Plänen der Verbindungsbau zwischen Moselstraße und Holzheimer Weg enthalten war, nicht aber in den Unterlagen zur Baugenehmigung.

Daher mussten die Unterlagen dementsprechend aktualisiert und beiden Parteien erneut zugeschickt werden. Aus Hüschs Sicht ist neben der Frage des Lieferverkehrs auch problematisch, dass die Baugrenze der neuen Halle im Bezug auf den Abstand zu den angrenzenden Wohnhäusern überschritten werde.

(NGZ)