Neuss: "Butlers" will Leerstand mit "Pop-up-Stores" bekämpfen

Neuss: "Butlers" will Leerstand mit "Pop-up-Stores" bekämpfen

Kampf dem Leerstand. Sogenannte Pop-up-Stores könnten ein Instrument dabei sein. Bei der Aktionswoche "Ab in die Mitte" im Jahr 2014 hat Detlef Fleischer das als Partner der Stadt schon einmal modellhaft für die - noch heute leerstehenden - Büchel-Arcaden durchdekliniert, indem er hinter den Schaufensterfronten Tag für Tag neue Sortimente ausbreitete. Nun macht die von dem Neusser Wilhelm Josten gegründete Einrichtungskette "Butlers" daraus eine Geschäftsidee.

Unter dem Motto "Lifestyle statt Leerstand" ist der in Köln residierende Wohnanbieter Butlers aktuell auf der Suche nach Objekten mit kurzer Mietvertragslaufzeit. Das klinge ungewöhnlich, schaffe jedoch für Mieter und Vermieter eine Win-win-Situation, argumentiert das Unternehmen.

"Bei längerem Leerstand oder schlechter Vermietung droht ein Imageschade", erklärt Geschäftsführer Wilhelm Josten. "Eine kurzfristige Vermietung an uns ist daher für Hauseigentümer durchaus attraktiv", fügt er hinzu. Vorteil aus Sicht des Unternehmens: "Wir bleiben dank kürzerer Mietlaufzeiten flexibel." Sind sich Firma und Vermieter einig geworden, geht alles ganz schnell vonstatten. Gerade einmal acht Wochen benötigt das Familienunternehmen bis zur Eröffnung.

Ursprünglich kommt die Idee aus den USA, aber auch in deutschen Großstädten ist diese Form der Kurzzeit-Geschäfte längst nicht unbekannt. Dort müssen die Mieter den "Pop-up-Store" oft nach drei Monaten verlassen, weil schon die nächsten Mieter warten.

(-nau)