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Bundestagswahl 2021: Neusser Grüne nominieren Hans Christian Markert

Bundestagswahl 2021 im Rhein-Kreis Neuss : Neusser Grüne nominieren Hans Christian Markert

Die Mitgliederversammlung will den ehemaligen Landtagsabgeordneten Hans Christian Markert bei der Bundestagswahl 2021 ins Rennen schicken.

Hans Christian Markert soll im nächsten Jahr als Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 198 (Neuss, Grevenbroich, Dormagen, Rommerskirchen) antreten. Dafür sprachen sich am Mittwoch die Mitglieder des Stadtverbandes Neuss der Grünen mit nur einer Gegenstimme aus. Markert dankte für das Votum und namentlich der Parteisprecherin Susanne Benary. Sie hatte eigene Ambitionen, die sie aber zugunsten Markerts zurückstellt.

Die Neusser Grünen und der Kaarster Markert waren nicht immer ein Herz und eine Seele. 2010 bis 2015 vertrat der heute 52-Jährige den Wahlkreis Neuss als Landtagsabgeordeter, 2017 allerdings kandidierte er im Wahlkreis Dormagen-Grevenbroich. Das hatte gute inhaltliche Gründe, denn Markert war Vorsitzender der Enquete-Kommission „Zukunft der chemischen Industrie in NRW“ – aber nicht nur. Die Forderung des Fraktionsvorsitzenden Michael Klinkich, als Parlamentarier in Berlin müsse Markert dann auch regelmäßig im Stadtverband berichten, brachte diese leichte Reserviertheit zum Ausdruck.

Zudem wollte die Basis wissen, ob Markert „pro forma“ kandidiert oder Aussicht auf einen aussichtsreichen Platz auf der Reserveliste bestehe. Das strebt Markert zumindest an und ist optimistisch, auf der Landesliste der Grünen NRW einen Platz zwischen 10 und 20 zu bekommen. Das könnte reichen.

Einen großen Schritt in diese Richtung möchte Markert am Mittwoch, 28. Oktober, tun. Dann tagt ab 18 Uhr die Kreismitgliederversammlung im Zeughaus und gibt ein Votum in Richtung des einflussreichen Bezirksverbandes Niederrhein-Wupper ab, der am 4. Dezember seinen Vorschlag für die Landesdelegiertenkonferenz festzurrt. Die tagt Ende Januar und legt die Landesliste fest. Zur Besetzung des Wahlkreises 108 plant Kreissprecher Simon Rock am 11. November noch eine Mitgliederversammlung.

Markert hatte in einer knackigen Rede die Eckpunkte seiner politischen Vorstellungen dargelegt: Klimaschutz, die Lösung der sozialen Frage und sauberes Wasser. Immer mehr Menschen würden merken, das sich etwas grundlegend ändern müsse, „dass wir anders leben und wirtschaften müssen“, sagt er. Er wolle der Anwalt derer sein, sagte Markert, die auf diesen Wandel hinarbeiten.