Bund der Vertriebenen Neuss: Gedankenaustausch in der Heimatstube mit CDU

Bund der Vertriebenen in Neuss : Gedankenaustausch in der Heimatstube

Zu einem Gedankenaustausch hat Peter Pott in die Ostdeutsche Heimatstube an der Oberstraße eingeladen.

Zu einem Gedankenaustausch hat Peter Pott, Vorsitzender der Vereinigten Landsmannschaften im Kreisverband Neuss vom Bund der Vertriebenen, jetzt Mitglieder und den CDU-Vorsitzenden des Stadtverbandes Neuss, Jürgen Brautmeier, in die Ostdeutsche Heimatstube an der Oberstraße eingeladen.

In NRW gab es früher 56 Heimatstuben, im Laufe der Zeit haben  sich diese auf 20 bis 21 dezimiert. Damit ist ein starker Rückgang zu verzeichnen. Die Neusser Heimatstube besteht seit Juni 1988 und beherbergt heute die Landsmannschaften Schlesien, Pommern, Rößel und Ostpreußen, die Landsmannschaft der Sudeten ist seit 2012 nicht mehr existent. Bis 2013 war die Nutzung der Heimatstube kostenlos, dann erhob die Stadt eine Miete in Höhe von 100 Euro pro Monat, die unter den Landsmannschaften aufgeteilt wird. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass der „Raum der Kulturen“ die Räumlichkeiten der Heimatstube nutzen darf.

Die Landsmannschaft Ostpreußen ist 2017 65 Jahre alt geworden, obwohl: eigentlich 66. Bei Recherchen stellte sich nämlich heraus, dass die Gründung  1951 und nicht 1952 war, wohl ein Übertragungsfehler. Peter Pott erzählt das als humorvolle Geschichte. Er bleibt allerdings bei der Zählung ab 1952 – der Einfachheit halber. Die Kalenderaufzeichnungen der Heimatstube reichen bis 1980 zurück.

Auch sonst sei die Landsmannschaft sehr engagiert, sagt Pott, zum Beispiel mit einer Infoveranstaltung für Schüler der Heinrich-Böll-Schule, jährlichen Besuchen in Kindergärten, wo es für die Kleinen Äpfel und Mandarinen und für die Großen Kaffee und Kuchen gibt oder regelmäßige Besuche im Pflegeheim Herz-Jesu. Die Landsmannschaften bieten in der Heimatstube an der Oberstraße jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat einen „Tag der offenen Tür“ für alle Interessierten an, dabei wechseln sie sich jeden Monat ab. Im Juni ist die Landsmannschaft Pommern an der Reihe. Außerdem findet jeden zweiten Mittwoch im Monat von 15 bis 18 Uhr der Ostpreußische Kulturnachmittag statt.

(köf)
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