Stadt der Könige beim WDR: Kritik und Lob für Schützen-Film aus Neuss

WDR-Doku „Stadt der Könige“ : NGZ-Leser mit Kritik und Lob für Schützenfilm

Im UCI fand jetzt die Neusser Uraufführung der WDR-Produktion „Stadt der Könige“ statt. Die Meinungen sind gemischt.

Noch bevor die WDR-Dokumentation „Stadt der Könige“ am Mittwoch, 22. August, um 22.55 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt wird, hatten NGZ-Leser jetzt in der UCI-Kinowelt die Gelegenheit, an der Neusser Uraufführung des Films über das Schützenfest teilzunehmen.

Der Dokumentation liegen etwa 120 Stunden Filmmaterial zugrunde, die Regisseur Claus Wischmann in den Monaten drehte, in denen er die Protagonisten seines Filmes begleitete. Zu ihnen gehört Streetworker Ridvan „Richie“ Ucar, der (angeblich) Schützenkönig werden will, die Schüler Max und Philip, die den „Triumphzug“ gründen wollen, Stephan Bovendschen, der das Gespann der Artillerie fährt oder der ehemalige Jägermajor, der in der Dokumentation sein letztes Jahr an der Spitze dieses Korps erlebt. Sie alle wurden mit der Kamera begleitet und befragt.

NGZ-Leser Herbert Flory gefällt an dem Film besonders, dass nicht nur die Sonnenseiten der Stadt und des Schützenfestes beleuchtet werden. „Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen“, so Flory, dem besonders die Ausführungen von Streetworker Richie zugesagt haben.

Eben diese fand Jochen Hennen, der sich den Film mit seinem Sohn Hendrik anschaute, zu dominant. Dennoch gibt der Präsident der St.-Sebastianus-Bruderschaft Neuss Furth dem Dokumentarfilm die Schulnote „zwei“. Hennen merkt jedoch an, dass sich „Stadt der Könige“ eher für Schützenfest-Insider eignet als für Menschen, die sich mit den Hintergründen der Feierlichkeiten nicht auskennen.

Marlies Reiners geht mit dem Film härter ins Gericht. „Mich hat er nicht überzeugt“, sagt die Kaarsterin, die sich die Doku mit Freundin Gerde-Marie Wilms anschaute. Ihrer Meinung nach spiegelt „Stadt der Könige“ nicht die Seele des Neusser Schützenfestes wider. Auch für sie nahm Streetworker Richie eine zu große Rolle ein. Die Hubertusschützen empfand sie hingegen als unterrepräsentiert. Zudem hätte sich Marlies Reiners mehr Detail-Informationen über das Fest gewünscht. Sie habe zwar „sehr viel gelacht“ und „wunderbare Szenen“ gesehen, dennoch würde sie der Dokumentation die Schulnote vier geben. Die DVD habe sie trotzdem nach der Uraufführung gekauft, um sie ihrem Sohn zu schenken, der als Schütze in Neuss aktiv ist.

(jasi)
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