Schützenfest 2018 in Neuss: Walter Pesch bricht sich Brustwirbel

Schützenfest-Unfall in Neuss: Oberst Pesch fällt mit Brustwirbelbruch vorerst aus

Der Neusser Oberst Walter Pesch hat sich am Schützenfestsonntag schwerer verletzt, als zunächst angenommen. Bei einem Sturz vor dem Zeughaus zog er sich neben schmerzhaften Nieren- und Beckenprellungen auch den Bruch eines Brustwirbels zu.

Das, so berichtet Schützenpräsident Martin Flecken, sei aber erst nach Tagen diagnostiziert worden. Pesch konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen, wird aber noch länger ausfallen und vor allem zunächst nicht reiten können.

Pesch selbst hat sich über die Korpsführer an die Schützen gewandt, um den Unfallhergang darzulegen - und um klar zu stellen, dass es sich um keinen Reitunfall gehandelt hat. Er habe vor dem Absteigen vom Pferd eine Helferin gebeten, einen Bock, der ihm als Aufstiegshilfe dient, zur Seite zu stellen. Das sei auch geschehen, allerdings nicht weit genug. Er sei deshalb, als er schon abgestiegen war, rückwärts über diese Bank gestürzt.

  • Neuss : Grenadiermajor führt Regiment

Die Verletzung hatte zur Folge, dass die Vertretungsregelung im Regiment greifen und der Grenadiermajor Markus Ahrweiler mit seinem Adjutanten Markus Degen die Regimentsführung übernehmen und die Führung des Grenadierkorps Hauptmann Michael Gräff übertragen musste. Diese Regelung kenne er seit seiner Amtsübernahme, erklärt Ahrweiler, doch wurde sie, „seit Menschengedenken nicht benötigt“. Und er hoffe, so der Grenadiermajor, dass sie auch nie wieder angewandt werden muss.

Der Grenadiermajor hat zwar den gleichen Rang wie andere Korpsführer, gilt aber als „Primus inter pares“, also als Erster unter Gleichen. Auch weil sein Korps zu den ältesten gehört und das Regiment anführt. Oberst-Adjutant Ben Dahlmann steht im Rang eines Hauptmanns, blieb aber Teil der Regimentsspitze.

(-nau)
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