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Alte Kameraden: Nicht ohne die "Juten Womans"

Alte Kameraden : Nicht ohne die "Juten Womans"

Der Jägerzug feiert sein 50-jähriges Bestehen und lässt dabei auch die Frauen, "ohne die wir nicht sein könnten", hochleben.

Neuss Sie sorgen dafür, dass die Krawatte sitzt, dass der Anzug sauber und knitterfrei ist, dass die Haare perfekt frisiert sind — und dass ihre Männer stets gut gelaunt an allen Zug-Terminen teilnehmen. Die Fürsorge der Mitglieder-Frauen des Jägerzugs "Alte Kameraden" geht sogar so weit, dass Oberleutnant Jochen Steins sagt: "Sie dürfen zwar nicht mit uns marschieren, aber ohne sie könnten wir nicht marschieren." Kein Wunder also, dass die "Juten Womans" — wie sie von ihren Männern liebevoll genannt werden — in diesem Jahr gerne das 50-jährige Bestehen mit dem Jägerzug feiern.

Vereinsheimat: Drusushof

Die "Alten Kameraden" wurden im Jahr 1962 in der Gaststätte "Pies" gegründet. Nach mehrmaligem Wechsel haben die Mitglieder mittlerweile ihre Vereinsheimat im Drusushof gefunden. Dort halten sie ihre monatlichen Treffen sowie die Krönungen der Zugkönige ab. Und während die Männer fleißig diskutieren, sitzen die "Juten Womens" im Nebenraum und sprechen ihren eigenen "Dienstplan" während der Schützenfesttage durch. Schließlich haben auch sie so einiges zu bedenken: Wann und wo trifft man sich zu den Ehrenabenden und an den Schützenfesttagen, um die Männer beim Maschieren zu bejubbeln? Eine Frage, die jedes Jahr neu geregelt wird. Übrigens: Während die "Alten Kameraden" ihre Uniform tragen, stecken sich die Frauen während der Kirmestage einen Jägersticker und die "Jute-Womans-Nadel" an. Wer diese vergisst, muss eine Strafe zahlen, die in die Ausflugskasse geht.

Ausflüge mit Nachwuchs

An den Ausflügen nehmen dann nicht nur die "Alten Kameraden" und ihre Frauen teil, sondern auch der Nachwuchs. Die Söhne sind schließlich auf Beschluss ihrer Väter (und aus Nachwuchssorgen im Zug) alle passive Mitglieder des Vereins. Und wenn diese das Schützenalter erreichen, sollen sie aktiv in den Reihen der "Alten Kamaraden" mitmarschieren — das wünschen sich zumindest ihre Väter im Jubiläumsjahrs des Zuges.

(NGZ)