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Neuss: Kirmes mit Klassikern und rasanten Neuheiten

Neuss : Kirmes mit Klassikern und rasanten Neuheiten

Am Freitag eröffnet die Neusser Kirmes. Die Besucher erwarten neben einem großen kulinarischen Angebot alte und neue Attraktionen.

"Höher, schneller, weiter" könnte das Motto der diesjährigen Kirmes sein, die am Freitag um 17 Uhr ihre Tore öffnet. Denn unter den rund 270 Betrieben, die auf dem Schützenfestplatz und der Hammer Landstraße auf Besucher warten, gibt es viele Fahrgeschäfte, die den Puls in die Höhe treiben.

So wie der "Booster Maxx Mega G4". "Diese Attraktion ist das erste Mal bei uns auf dem Platz zu Gast", erzählt Ralf Weyers vom Ordnungsamt, der für die Kirmes-Veranstaltungen zuständig ist. "Bei dem ,Booster' handelt es sich um eine schlanke Konstruktion. Gondeln heben sich an einem Propellerarm bis zu 55 Meter in die Höhe und bieten einen fantastischen Ausblick auf den Platz und die Stadt." Bei einer Rotation von bis zu 100 Stundenkilometern ist es allerdings fraglich, wie entspannt man die Aussicht genießen kann. Dafür ist eine hohe Adrenalinausschüttung garantiert.

Neu, und vor allem rasant, ist auch der "Voodoo Jumper". Die hängenden und selbstdrehenden Gondeln bewegen sich, wie eine Spinne ihre Beine, immer wieder auf und ab. Ein permanentes Bauchkribbeln während der Fahrt ist im Fahrpreis enthalten. Nervenkitzel bietet ebenfalls die Neuauflage des Klassikers "Breakdancer". Wild drehen sich hier die Wagen und wirbeln die Fahrgäste herum.

Doch bei all den aufregenden, neuen Attraktionen - eine Kirmes wäre keine richtige Kirmes, wenn es nicht auch die traditionellen Fahrgeschäfte gäbe, die sich schon seit vielen Jahren bewähren. Das Riesenrad beispielsweise. "Das ist mittlerweile das Wahrzeichen unserer Kirmes", sagt Weyers. "Mit seinen zahlreichen Lichtern ist es wirklich ein Hingucker." Und anders als beim "Booster" werden die 36 Gondeln gemächlich in 50 Meter Höhe getragen, so dass man sich in aller Ruhe auf den Ausblick auf Neuss und Umgebung konzentrieren kann. Ein weiterer Klassiker ist der Kristallpalast, in dem man sich leicht verläuft. "Der Beschicker war schon als Enkelkind hier und führt nun selbst den Betrieb", erzählt Weyers.

Gerade für die jüngeren Kirmesbesucher seien die klassischen Geschäfte interessant. "Kinder angeln immer noch gern Entchen, fahren mit dem Kettenkarussell oder der Schiffschaukel", weiß Weyers. Darum seien die traditionellen Fahrgeschäfte zahlreich vertreten.

Aber auch die Variante "Traditionelles neu aufgelegt" ist ab Freitag zu finden. Dazu zählt die "Geisterstadt". "Sie ist über zwei Etagen gefüllt ist mit schrecklichen Figuren von führenden Herstellern der US-amerikanischen Horror-Industrie", berichtet Weyers. Eine Wildwasserbahn darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die kommt in diesem Jahr im Piraten-Look daher. Aus neun und zwölf Metern Höhe geht es durch den Piraten-Fluss.

"Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass für jeden etwas dabei ist", betont Weyers. Schließlich verstehe man sich als Familienkirmes und wolle dem gerecht werden. Und während die Kinder auf den Fahrgeschäften herumturnen, gibt es für die kulinarisch Interessierten ebenfalls eine Menge zu entdecken: "Von der Zuckerwatte über vegetarische Gerichte bis zum Backfisch haben wir alles dabei."

(NGZ)