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Kirmes in Neuss 2018: Von Riesenschaukel bis Gruselschloss

So wird die Kirmes in Neuss : Von Riesenschaukel bis Gruselschloss

Rund 290 Beschicker sind bei der 196. Neusser Kirmes im Einsatz. Eine Neuheit wird beim Riesenrad zu bestaunen sein.

Die Stadt Neuss dürfte mittlerweile absolut routiniert darin sein, Absagen zu schreiben. Allein in diesem Jahr schickte die Verwaltung mehr als 700 raus. Allesamt an Beschicker, die gerne zur Neusser Kirmes gekommen wären. Doch von den 1000 Bewerbern erhielten am Ende „nur“ gut 290 den Zuschlag.

Es war wohl die Ruhe vor dem (An)sturm, die am Dienstag auf dem 50.000 Quadratmeter großen Kirmesplatz vorherrschte. „Am Donnerstag geht es erst richtig los“, sagte Kirmesarchitekt Ralf Weyers. Schließlich rollt erst am Mittwoch eine Vielzahl an Großfahrgeschäften an – inklusive Riesenrad. „Weil wir 2018 und 2019 nur vier Sonntage im August haben, ist es dieses und nächstes Jahr alles etwas hektischer als sonst“, so Weyers.

Vorfreude trotz des Planungsstresses: Die Verantwortlichen stellten gestern die Attraktionen auf der Neusser Kirmes vor. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Auch die 196. Neusser Kirmes wartet mit zahlreichen Attraktionen auf. Einer der Publikumsmagneten wird mit Sicherheit die Riesenschaukel „Konga“ werden. Deren Flughöhe von 45 Meter und eine Spitzengeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde sollten schließlich ausreichen, um zu dem Entschluss zu kommen, dass man lieber erst im Anschluss Halt an der Imbiss-Bude macht.

Wer sich wie ein Abenteurer in der Südsee fühlen möchte, ist beim thematisierten Laufgeschäft „Pirates Adventure“ richtig. Aber Vorsicht vor dem großen weißen Hai im Vorderbereich! Spektakulär ist auch die Fahrt auf dem „Predator“. Das Rund-Fahrgeschäft fährt zuerst die Gondel an zwei Masten nach oben, dann dreht sich die Plattform nach links, nach rechts und schließlich über Kopf. Die maximale Höhe beträgt 16 Meter.

Wer den Gruselkick sucht, der wird in der größten Zweistock-Achterbahn Europas auf seine Kosten kommen. Familie Schütze präsentiert in ihrem „Schloss Dracula“ viele neue Kreaturen und Gespenster, um die Neusser zu „begeistern“.

Bereits seit sechs Jahren gehört am Ende der „Rollmopsallee“, am Eingang zum Kirmesplatz, das 50 Meter hohe Riesenrad „Jupiter“ fest zum Bild der Neusser Kirmes. Neu sind erstmals geschlossene Gondeln, die dank 35.000 Lichtern strahlen werden. Natürlich sind auch wieder „alte Bekannte“ unter den Großfahrgeschäften: Egal ob Sturms „Kristallpalast“ – die Familie beschickt seit mehr als 50 Jahren die Neusser Kirmes – oder das Kultkarussell „Commander“. Beliebte Treffpunkte sind traditionell auch der „Musikexpress“, die Krake oder „Breakdance No. 2“.

Da die Veranstalter stets von einer „Familienkirmes“ sprechen, dürfen Attraktionen für die kleinen Besucher nicht fehlen. So sind in diesem Jahr 20 Kinderkarussells auf der Kirmes zu finden. Darunter das Laufgeschäft „Krumm und Schiefbau“ inklusive Hindernis-Parcours oder die Achterbahn „Willy der Wurm“

Wer nicht auf Gruselkick oder Riesenschaukeln steht, kann immer noch auf die Neusser Kirmes kommen, um sich ordentlich durch zu futtern. Denn 22 Imbisse bieten verschiedene Leckereien. Neben der traditionellen Bratwurst oder dem Backfisch gibt es auch vegetarische Küche, Langosch, Gemüse, Kartoffeltwister, Crêpes und wieder das „Chalet de Chocolat“

Fast schon so traditionell wie manch ein Fahrgeschäft ist, dass sich die Stadt bei ihrem Sicherheitskonzept nicht in die Karten schauen lassen möchte. Ordnungsdezernent Holger Lachmann verriet am Dienstag lediglich, dass es wieder Terrorsperren und einige kleine Änderungen in dem Konzept geben wird. Die Polizei hat zudem angekündigt, mit zivilen und uniformierten Kräften präsent zu sein.