Wackelzug beim Neusser Schützenfest: Heimgeleit für den König bleibt auf dem neuen Weg

Wackelzug beim Neusser Schützenfest : Heimgeleit für den König bleibt auf dem neuen Weg

Das Heimgeleit für den neuen Neusser Schützenkönig Markus Reipen wurde Dienstag Abend mit Spannung erwartet. Würden die Schützen Komitee und Korpsführern folgen und den neuen Weg für den Wackelzug akzeptieren, also die "Partymeile" an der Michaelstraße ignoriern?

Die Neusser Bürger zumindest waren davon früh überzeugt, denn an der Breite Straße, wo drei Bierstände und viel Live-Musik den Marschierern den neuen Weg schmackhafter machen sollten, fanden sich schon lange vor dem Zug zahlreiche Schaulustige ein. Und sie behielten Recht. Der ausgelassene Umzug blieb auf Kurs, vielleicht auch weil der "Abzweig" Richtung Partymeile am Hamtorplatz mit Rettungswagen zumindest teilweise blockiert worden war. Und der Platz am Weißen Haus, der "Hot spot" vergangener Jahre, konnte problemlos passiert werden. Sicherheitsauflagen hatten die Umgehung dieses Nadelöhrs verlangt, wenn die Pferde weiter mitgenommen werden sollten. Genau dieses Merkmal des Schützenumzuges aber wollten die Verantwortlichen auf jeden Fall erhalten.

Und die Schützen zogen mit — ohne sich andererseits wieder so wild zu kostümieren wie vor einigen Jahren, als die Korpsführer gegen diese "Narretei" einschreiten mussten. Was nicht heißt, dass die Schützen ihrer Freude über den König gestern keinen Ausdruck verliehen. Oh, doch. es wurde gelacht, getanzt und gesungen — und manches "Rösken" ging mit einem Blumengruß nach Hause.

(hbm/nau)