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Neuss: Familienglück auf dem Rummelplatz

Neuss : Familienglück auf dem Rummelplatz

Mit unserer Redaktion auf dem Rummel: Die vier Kinder der Familie Nicklaus durften gestern alle Fahrgeschäfte ausprobieren. Dominik, Mandy, Julien, Laura und Papa Friedhelm waren sich danach einig: Kirmes ist die schönste Zeit des Jahres!

Es ist der Traum jedes Kindes: Einmal auf der Kirmes auf jedes Fahrgeschäft gehen, und zwar ohne Limit. Für Dominik, Mandy, Julien und Laura ist dieser Traum gestern wahrgeworden — die NGZ und der Schaustellerverband des Rhein-Kreises hatten die Familie um den alleinerziehenden Vater Friedhelm Nicklaus eingeladen, sich auf dem Rummel einmal richtig auszutoben.

Schon auf der Rollmopsallee auf dem Weg zur Wiese bekommt die achtjährige Laura sehnsüchtige Blicke — die kleinen bunten Fahrgeschäfte haben es der Grundschülerin angetan. Nach dem Familienfoto am großen Kettenkarussell darf Laura deswegen als erste aussuchen, wo es hingehen soll. Sie entscheidet sich für ein kleines Kinderkarrussell und dreht kurz darauf winkend auf einem bunten Motorrad ihre Runden. Schwester Mandy schaut lieber zu.

"Voll uncool, wenn meine Klassenkameraden mich darauf sehen würden", sagt die Elfjährige. Sie hat schon das nächste Ziel ins Auge gefasst: Die benachbarte Raupe. Auf der soll nicht nur ihr 15-jähriger großer Bruder Julien mitfahren, sondern auch Papa Friedhelm. Der hat Probleme mit der Lunge, traut sich dann aber doch. Nach einer festen Umarmung von Nesthäkchen Laura und Juliens aufmunternden Worten — "Papa, ich bin bei dir!" — drehen die drei ihre Runden. Mandy und Julien sind danach völlig begeistert, Papa Friedhelm ist etwas blass um die Nase.

Das Familienoberhaupt kann sich danach aber etwas ausruhen, denn Laura hat schon das nächste Kinderkarussell entdeckt. Diesmal fährt die Achtjährige in eine Tour über zwei Stockwerke in einem Wagen, der mit einem großen Clown verziert ist. Danach sind sich alle einig: Dominik darf nun einmal aussuchen. Für die kleinen Fahrgeschäfte fühlt sich der Zwölfjährige schon zu alt, die ganz großen scheut er aber auch — "da wird mir schlecht", meint der Siebtklässler.

Und so entscheidet er sich fürs Bälle-Sammeln, bei dem er und seine beiden Schwestern gruselige Totenkopfmasken gewinnen. Das bringt die Kinder auf eine Idee: Sie wollen zur Geisterbahn. Alle vier fahren mit, jeweils zwei Fahrer passen in eine Gondel. Laura fährt mit ihrem großen Bruder Julien — und macht die Augen erst wieder auf, als die Tour vorbei ist. Trotzdem stürmen sie nach der Fahrt alle gemeinsam auf Papa Friedhelm zu, erzählen von dem lebendigen Geistermann, der sie richtig schön erschreckt hat.

Dominik traut sich sogar, noch einmal zurück zur Tür zu gehen und dem Schausteller mit der Gruselmaske zu winken. Weiter geht's zum Torwandschießen, das Mandy gewinnt ("Mädchen sind doch die besseren Fußballer") und zum Schluss dürfen die drei Kleinen noch in großen Plastikbällen übers Wasser laufen. Papa Friedhelm macht mit dem Handy Erinnerungsfotos und Laura ist sich sicher: "Kirmes, das ist die schönste Zeit des Jahres!"

(NGZ)