Neuss: Bürger-Einspruch gegen Pläne für Villestraße

Neuss : Bürger-Einspruch gegen Pläne für Villestraße

Die Bürger Hoistens sind für die schon lange diskutierte Umgestaltung der Kreuzung Ville- und Hochstadenstraße zu einem Kreisverkehr, die schon einmal Unfallhäufungspunkt war. Sie begrüßen auch, wie bei einer Bürgerversammlung auf Einladung des CDU-Stadtverordneten Karl-Heinz Baum deutlich wurde, die Schaffung von neuen Rad- und Gehwegen an der Ostseite der Hochstadenstraße und südlich der Villestraße. Aber für die in diesem Zusammenhang geplanten neuen Bushaltestellen haben sie wenig Verständnis. Und das artikulieren sie auch deutlich.

Baum stellte die Planungen in dieser Versammlung vor, weil die Bezirksregierung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens um Anregungen und Bedenken gebeten hat. Der Straßenbauausschuss des Kreises unter dem Vorsitz von Horst Fischer hat sich mit dem Thema schon beschäftigt, der Planungsausschuss der Stadt hat das Thema morgen auf der Tagesordnung. Wir werden, so kündigte Baum an, "die Gelegenheit nutzen, die wesentlichen Einwendungen der Hoistener in die Stellungnahme der Stadt aufzunehmen."

50 Bürger waren zur Versammlung gekommen. Sie hielten fest, dass der Ausbau einer kostspieligen Haltestellenbucht und eines nicht minder teuren Buskaps in Verbindung mit der Kreisverkehrsanlage entbehrlich sei. Begründung: Die vorhandenen Haltestellen würden nur wenige Male am Tag mit einem Kleinbus der Linie 878 angefahren – und selten steige jemand ein oder aus. Dafür könnte der Bus auf der Fahrbahn halten. Auch hielt man einige Querungshilfen für entbehrlich, unter anderem weil südlich der Villestraße kaum jemand wohne. Beklagt wurde, dass für die Planung, wie sie der Landesbetrieb vorhat, von den Anwohnern die Preisgabe eines zu großen Teils ihrer Grundstücke verlangt werde.

(NGZ)