Bruderschaft in Grefrath: Auf Reiner Kivelitz folgt Volker Meierhöfer

Neuwahlen in Grefrath : Auf Reiner Kivelitz folgt Volker Meierhöfer

Es war keine Versammlung wie jede andere – denn auf der jüngsten Generalversammlung der St.- Sebastianus-Schützenbruderschaft Grefrath stand ein einschneidender Führungswechsel an: Reiner Kivelitz hatte seinen Abschied schon länger publik gemacht und kandidierte nach zwölf Jahren Präsidentschaft nicht mehr.

Jahre, in denen er souverän und mit großer Gelassenheit die Bruderschaft geführt hatte und dabei große Anerkennung erfahren durfte. Zum Beispiel die Ehrung mit der höchsten Auszeichung, dem Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz.

Stolz ist er, dass in seiner Amtszeit einige Großprojekte realisiert werden konnten, so die neue Paradetribüne, die Anschaffung einer neuen Bruderschaftsfahne und ein neuer Schießstand. Aber auch ein königsloses Jahr sowie Sturmtief „Ela“ überstand die Bruderschaft unter seiner Regie bestens. Kivelitz, für den sein Amt nie eine Last, sondern immer eine große Freude war, wünschte  dem neu zu wählenden Vorstand stets ein glückliches Händchen im Sinne von Glaube, Sitte und Heimat. Zum Abschied stellte er bewegt fest: „Es war mir eine Ehre, euer Präsident zu sein.“

„Reisepapst“ Siggi Baehr, Schützenkönig 2001, Träger des St.-Sebastianus-Ehrenkreuzes, von 2004 bis 2018 Vizepräsident an seiner Seite und danach zwei Jahre als Archivar eingespannt, hatte bereits früh seinen Abschied eingeleitet und wurde nun ebenfalls nach einem kurzen „Ich habe fertig“ und großem Beifall in den Ruhestand geschickt. Sein Nachfolger Eberhard Krüppel ist nun für die Restlaufzeit von zwei Jahren berufen. Der 52-Jährige ist seit 1999 Major des Jägerkorps und wurde 2016 zum Oberstleutnant befördert. Von langer Hand vorbereitet war auch bei der Wahl des neuen Präsidenten die volle Zustimmung der Schützen gesichert. Seit vergangenem Jahr Vize, bringt Volker Meierhöfer von Beruf (Sparkassen-Abteilungsleiter) wie auch als dienstältestes Vorstandmitglied alle Voraussetzungen mit, die erfolgreiche Arbeit von Reiner Kivelitz fortzusetzen. Der 57-Jährige war bereits 2012 Schützenkönig, was der Ex-Präsident nun noch werden kann. Nach den Berichten von Geschäftsführer Stefan Drenkelfuß,  Noch-Präsident Kivelitz und Eröffnung des Königsringes erinnerte Noch-Vize Meierhöfer an einen ganz besonderen Pluspunkt des vergangenen Jahres – den ersten Platz beim landesweiten LBS-Votum pro Ehrenamt mit entsprechender Dotierung. Oberst Arndt Elsemann verkündete wie alle Jahre höchst spannend die Strafen für Schützen und Korps. Etwa für einen Aktiven, dessen Hund den König gebissen hatte. Ein nur mageres Plus in der Kasse stellte Schatzmeister Thomas Jennissen vor. Trotzdem erteilte die Versammlung dem Vorstand auf Antrag von Kassenprüfer Werner Kellers einstimmig die Entlastung. Mit ebensolcher Einstimmigkeit hoben die Schützen Volker Meierhöfer ins Amt des Präsidenten  und wählten Eberhard Krüppel zum Vizepräsidenten. In ihren Ämtern wiedergewahlt wurden Elsemann, Jennissen und  Franz-Hubert Müller. Kivelitz und Baehr sind nun Ehrenmitglieder der Bruderschaft.