Bon Scotch spielten im Schwatte Päd AC/DC-Songs

Rockkonzert in Neuss : AC/DC-Fans singen lautstark mit

Bon Scotch spielte im Schwatte Päd und und sorgte für viel Spaß.

Auch wenn es auf der Zielgeraden dem Schützenfest zugeht, hat sich das „Schwatte Päd“ am letzten freien Wochenende davor nicht geschont. Mit Bon Scotch – einer AC/DC Tributeband – war eine fünfköpfige Formation eingeladen, mit der man schon ein wenig den veranstalterischen Ernstfall proben konnte. Denn so richtig Party machen können die Mönchengladbacher. Und die zahlreichen Gäste haben ihr Kommen nicht bereut. Schon auf der Sebastianusstraße schallt es einem um kurz vor neun entgegen, im „Päd“ geht richtig was ab. Wohl dem, der entspannte Nachbarn hat.

Ein immer wieder an die Belastungsgrenze gehender Sänger Harry Gerresheim, die Gitarristen Andreas Gruhn und Lothar Kuß, Daniel Pelzer an den vier dickeren Saiten und Schlagzeuger Sascha Strömer verstehen ihr Handwerk und ihren Auftrag. Das historische Brauhaus steht in kürzester Zeit unter Strom. Kein Wunder, gibt es doch nur ein Art, AC/DC zu interpretieren: laut und heftig! Und die brettharten australischen Vorbilder haben dafür in ihrer mehr als 40-jährigen Karriere auch Stoff ohne Ende hinterlassen. „Hells-Bells“, „Sin City“, „T.N.T.“ oder „Highway To Hell“. Das sind Hymnen, die weltweit verehrt werden. Und trotz vieler Besetzungsänderungen hat AC/DC niemals den charakteristischen Sound und die Anziehungskraft verloren.

Bon Scotch ist da eher ein junges Projekt, doch scheinbar haben sich – wenn auch nur für ein paar nebenberufliche Gigs im Jahr – die Richtigen gefunden. Denn Tribute will gelebt werden. So nah wie möglich das Original nachspielen ist das Ziel, einfach nur covern ist nicht der Anspruch. Selbst die Auswahl der Instrumente oder Verstärker wird bedacht, nicht zu vergessen das Outfit. Und wenn Andreas Gruhn in der Pause – schweißgebadet und in kurzer Hose – mit der für Angus Young typischen Schuluniform vor der Türe steht, wird der Begriff der Authentizität rund.

„Wir machen das in der Hauptsache zum Spaß“, sagt er lachend, „die Leute gehen ab und wir haben unser Ziel erreicht.“ Leider kommt das Schwatte Päd hier und da qualitativ an die Grenzen der Beschallungstechnik. Was keine große Rolle spielt. Die eingefleischten Fans sind textsicher und lassen sich stundenlang beschallen. Und ein „Thunderstruck“ ist dann auch der würdige Schlusspunkt.

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