Neuss: Bombe in der Nordstadt entschärft

Neuss : Bombe in der Nordstadt entschärft

In Neuss ist am Mittwochabend an der Steinhausstraße in der Nordstadt eine Fünf-Zentner-Fliegerbombe mit Aufschlagzünder aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. 200 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

Die Bombe wurde gegen 20.37 Uhr entschärft. Betroffen von der Entschärfung waren laut Stadt etwa 2500 Anwohner. Rund 200 Anwohner, die in einem engeren Gefahrenbereich von rund 250 Meter um die Fundstelle wohnen, mussten ihre Wohnungen verlassen. Personen im erweiterten Gefahrenbereich wurden aufgefordert, sich "luftschutzmäßig" zu verhalten. Das heißt, sich insbesondere auf der abgewandten Gebäudeseite und nicht im Dachgeschoss oder im Freien aufzuhalten.

Die Zufahrten wurden gegen 19 Uhr gesperrt. Davon betroffen waren unter anderem der Konrad-Adenauer-Ring, die Engelbertstraße, die Steinhausstraße, die Teutonenstraße, die Merowingerstraße sowie die Straße Am Stadtwald.

Die Evakuierung verlief zunächst nach Plan. Es kam jedoch zu Verzögerungen, weil der Helikopter, mit dem eigentlich das Gebiet noch einmal kontrolliert werden sollte, nach einem Wohnungseinbruch in Neuss-Grefrath noch im Einsatz war. Im Endeffekt wurde auf den Helikopter verzichtet und das Gebiet mit Autos kontrolliert.

Außerdem staute sich nach der einem Unfall auf der A57 der Verkehr rund um den Stadtteil. Dort gab es fünf Kilometer stockenden Verkehr. Zudem war die A46 zwischen Neuss-Holzheim und Kreuz Neuss-West wegen eines Polizeieinsatzes gesperrt.

Die Bombenentschärfung hatte auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. So fuhr die Buslinie 848 gegen 19.30 Uhr zum letzten Mal durch den Bereich der Entschärfung. Die S-Bahnverbindungen der Linie 28 zwischen Neuss und Kaarst waren ebenfalls betroffen.