Bluttat in Neuss: Kontaktverbot vor Mord an Gladbacher Straße an Contanze K.

Bluttat in Neuss : Ex-Freund hatte Kontaktverbot zu erschossener Neusserin

Einem 31-jährigen Mann aus Meerbusch wird vorgeworfen, seine Ex-Freundin mit Schüssen so schwer verletzt zu haben, dass sie später im Krankenhaus starb. Zwischen den beiden gab es ein offizielles Kontaktverbot.

Wie Polizeisprecherin Diane Drawe am Montag mitteilte, hat das Amtsgericht Neuss vor einigen Wochen eine einstweilige Anordnung erlassen. Der mutmaßliche Täter liegt mit schwersten Verletzungen – er hatte sich nach dem Angriff an der Gladbacher Straße versucht, das Leben zu nehmen und ließ sich von einem Zug überrollen – in einem Krankenhaus und sei aktuell nicht vernehmungsfähig. Er wird rund um die Uhr von der Polizei bewacht. Eine 16-köpfige Mordkommission mit dem Namen „Gladbacher“ hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie das „Haller Kreisblatt“ berichtet, handelt es sich bei dem Opfer um Constanze K. Sie soll ursprünglich aus Versmold (NRW) stammen und erst vor wenigen Jahren ins Rheinland gezogen sein. Bei dem 31-Jährigen soll es sich um einen ehemaligen Kandidaten der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ handeln.

In dem Blumenladen, in den die junge Frau – von ihrem Ex-Freund verfolgt – in ihrer Panik zu flüchten versuchte, herrscht Fassungslosigkeit. „Wir versuchen das zu verdrängen“, heißt es dort.

(jasi)
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