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Blutspende-Marathon des DRK mobilisiert 273 Neusser

DRK-Kampagne im Zeughaus : Blutspende-Marathon mobilisiert 273 Neusser

Wer heute Blut spendet, hat in drei Tagen ein Leben gerettet. Von dieser Aussicht ließen sich viele Neusser ansprechen. Trotzdem blieb die Resonanz hinter den Erwartungen zurück. Aber dafür gab es Gründe.

Beim 19. Neusser Blutspende-Marathon im Zeughaus über die Bühne ging, waren weniger Menschen dabei als erhofft. „Es ist leider das eingetreten, was wir befürchtet haben,“ sagt Birgit Baust vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuz. „273 Menschen kamen zur Blutspende – viele sind wohl doch verreist.“ Damit blieb das Ergebnis vom ambitionierten Ziel, 400 Spender zu erreichen, weit entfernt – aber die Herausforderung steht jetzt schon für 2022, wenn der 20. Marathon hoffentlich wieder im Rathaus und mit Rahmenprogramm stattfinden kann.

Viele Ehrenamtliche sorgten am Donnerstag für einen freundlichen Empfang, den störungsfreien Ablauf und die Betreuung der Spender. Christine Weber aus Rosellerheide und Katharina Matula aus Allerheiligen haken an der Türe die Termine ab. „Mir macht es Spaß, mich ehrenamtlich zu engagieren und nach dem Tod meines Mannes, habe ich so eine sinnvolle Aufgabe gefunden,“ so  Matula und ihre Bekannte ergänzt: „Zum Blut spenden bin ich zu alt, aber so kann ich mich dennoch einbringen.“

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Rainer Reuss hatte sich trotz Regen in die kurze Schlange vor dem Zeughaus eingereiht. „Für mich ist das normal, dass ich Blut spende,“ sagt er und hofft, dass das „mobile“ Blutspenden bald auch wieder bei seinem Arbeitgeber, der Rheinland Versicherung, vor Ort möglich ist. Denn: „Das war immer sehr praktisch“. Bereits zum 51. Mal hat der ehemalige Neusser Schützenkönig Blut gespendet.

Elf Spender hatten sich zudem für die Westdeutsche Spender-Zentrale (WSZE) typisieren lassen. Diese Datei registriert freiwillige Knochenmark- und Blutstammzellspender.

Lorina Benning ist hauptamtlich beim DRK Neuss tätig und verteilt nach der Blutspende Snackbeutel – die Neusser Firmen Thomy und Yakult hatten mit ihren Sachspenden für attraktive Give-Aways gesorgt – und Getränke an die Spender. „Alle, die gekommen sind, waren gut vorbereitet und so sind wir trotzdem zufrieden. Dennoch hoffen wir, dass die nächsten Termine  stärker frequentiert sind, denn wer heute Blut spendet, hat in drei Tagen ein Leben gerettet.“

(IW)