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Blutspende in Neuss: So stellt sich das DRK auf das Coronavirus ein

DRK ist in Neuss zu Gast : Blutspende auch in Corona-Zeiten

Das DRK hat sich organisatorisch auf die Anforderungen in der Epidemie eingestellt.

Trotz alledem: das Deutsche Rote Kreuz sucht nach Blutspendern. Nachdem das DRK nach vielen Absagen Spenderlokale – zum Teil erst nach vielen Einzelgesprächen – wieder sichern konnte und den ganzen organisatorischen Ablauf für solche Termine überarbeitet hat, sind Ärzte und Helfer des Blutspendedienstes am Montag, 6. April, wieder in Neuss. Von 15.30 bis 19.30 Uhr richten sie sich im Gebäude der Rheinland-Versicherung am Rheinlandplatz ein.

Nachdem das Spendenaufkommen im Februar und noch mehr im März wegen der Corona-Krise zunächst eingebrochen war, erlebt das DRK nach Angaben seines Sprechers Stephan Küpper in den vergangenen zwei Wochen eine enorme Spendenbereitschaft. „Für viele ist die Blutspende auch ein Zeichen der Solidarität“, sagt Küpper. Und das DRK hat Vorsorge getroffen, dass diese Hilfe ohne Reue geleistet wird.

Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört, dass jemand, der in den vergangenen vier Wochen im Ausland war, als Spender zurückgewiesen wird. Begleitpersonen dürfen den Spender nicht begleiten, bei dem – vor dem Betreten – die Körpertemperatur gemessen wird. Desinfektionsmittel wird bereitgestellt, und um auch diese Infektionsquelle auszuschließen soll jeder zum Ausfüllen der nötigen Papiere seinen eigenen Stift benutzen. Last but not least wurde der Imbiss nach der Blutspende gestrichen. Statt dessen bekomme jeder ein Lunchpaket zur Stärkung mit, sagt Küpper.

Wer glaubt, mit der Blutspende indirekt einen Corona-Test zu bekommen, liegt falsch. Weder der Spender noch sein Blut würden auf das Virus untersucht, sagt Küpper. Begründung: Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Virus über Blut oder Blutprodukte verbreitet.

Wer eine Infektion mit diesem Virus schon überstanden hat, ist – wegen der gebildeten Antikörper – ein gesuchter Spender, allerdings nicht bei diesen Terminen, bei denen eine Vollblutspende „abgezapft“ wird. Besser wäre es, so Küpper, wenn sich diese Personen als Plasmaspender direkt mit einer Uni-Klinik in Verbindung setzen. Mehr Infos unter www.blutspendedienstwest.de-

(-nau)