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Rhein-Kreis Neuss: 56 Silvester-Einsätze für die Polizei

Bilanz von Polizei und Feuerwehr : 56 Silvester-Einsätze für die Polizei im Rhein-Kreis

Die Feuerwehr vermeldet keinen silvesterbedingten Einsatz. Auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes mussten bei ihren Kontrollgängen kaum eingreifen.

Für die einen war es der ruhigste Silvesterdienst seit vielen Jahren, für die anderen einer mit „gewöhnlich“ vielen Einsätzen. Die hatte nämlich die Polizei mit insgesamt kreisweit 56 Einsätzen „mit Silvesterbezug“, wie ein Sprecher der Leitstelle auf Nachfrage mitteilte. So mussten die Beamten von 18 Uhr am 31. Dezember bis 6 Uhr am 1. Januar unter anderem fünf Mal wegen einer Körperverletzung ausrücken, sieben Mal mussten sie sich gegen Widerstand durchsetzen, wobei in fünf Fällen Polizisten leicht verletzt wurden. 23 Mal wurden die Kräfte wegen Ruhestörungen gerufen und elf Mal wegen einer Sachbeschädigung. Unter anderem wurden ein Fenster sowie ein Briefkasten mit einem Feuerwek beschädigt.

Dagegen nur fünf Einsätze musste in der Silvesternacht die Neusser Feuerwehr fahren, wie deren Sprecher Christian Frank informierte. „Alle standen aber nicht in Zusammenhang mit Silvester“, so Franke. In drei Fällen seien Rauchmelder fehlerhaft ausgelöst worden, in zwei Fällen ging es um Hilfeleistungen. So habe man den Rettungsdienst dabei unterstützt, eine Person aus dem zweiten Stock in den Notarztwagen zu befördern, sowie eine Person in Erfttal aus dem Fahrstuhl eines Wohnhauses befreit, der stecken geblieben war. „Normalerweise haben wir in der Silvesternacht mit brennenden Mülleimern, brennenden Autos oder Zimmerbränden zu tun, in diesem Jahr nichts von alldem“, sagte Christian Franke.

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Auch Ordnungsdezernent Holger Lachmann sprach von einer ruhigen Silvesternacht für seine Mitarbeiter. Die seien im gesamten Stadtgebiet, also auch in den Ortsteilen, unterwegs gewesen. „In der Innenstadt trafen sie auf eine Gruppe von Jugendlichen, die mit 13 Personen unterwegs waren. In Allerheiligen auf Feiernde, die gerade dabei waren, ein offenes Feuer zu machen. Sie wurden schnell davon überzeugt, dass dies keine gute Idee ist“, sagt Lachmann und fügt hinzu, dass sich der Entschluss, kein Böllerverbot auszusprechen, als richtig erwiesen hätte. „Das wäre wirklich nicht nötig gewesen“, so der Dezernent.

(goe)